Die philosophische und die kriminalistische Debatte

Die philosophische und die kriminalistische Debatte
Wie bereits in meinem Leserkommentar in der FAZ.net „Anverwandlung des Gesellschaftlichen“ angedacht, sollte auch der Wert dieser Debatte nicht auf die Kategorien des „Werts“ reduziert werden. Doch wo etwas im Gesellschaftlichen nicht völlig aufgeht (um noch mal Adorno zu bemühen), dürfte eine Kunsthistorikerin vielleicht überfordert sein. Denn ist die Kunstgeschichte nicht befangen, bei dem Phänomen, dass der „Wert“ der Kunst einerseits nur als Paradoxon zu jeglicher Wertbestimmung erfassbar wäre, andererseits aber mit dem „Wert der Kunst“ auch der Wert der Kunstgeschichte einhergeht? Die Philosophen müssen also die Lücke füllen. Bedauerlich wäre, wenn die nun einsetzende kriminalistische Debatte bzgl. der Geschichte (bzw. der Werte) dieser Werte den sich aufdrängenden philosophischen Diskurs um die Kritik der Kategorie des Werts – zumindest in der Kunst – verdrängten. Obwohl auch ich den Wert der Debatte um Deutschlands Haltung zu „gestohlener Kunst“ wirklich nicht unterschätzen möchte.

faz.net/aktuell/muenchener-bilderfund-der-star-ist-die-kunsthistorikerin

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