Aufgehübschter Kapitalismus

Aufgehübschter Kapitalismus
Das Credo der Marktwirtschaft blamiert sich durch staatlich subventionierte Preise. Und Löhne sind auch Preise. Der Preis für die Ware Arbeitskraft. Und der Vertuschung dieser Blamage gilt die ganze auch medial inszenierte Aufmerksamkeit. Denn wo diese Preise staatlich festgelegt sind, fragt sich der Bürger: wozu dieses Theater? Wofür das Eigentum an Produktionsmitteln? Ist nicht das damit verbundene Risiko des Eigentümers der eigentliche Motor dieser Wirtschaftsordnung? Das Geheimnis seiner „Alternativlosigkeit“? Gleich ob mit Hartz-IV-Aufstockungen, oder via Subventionen aus Brüssel – ein solcher Kapitalismus wirkt aufgehübscht. Die Schwäche dieses Kapitals kommt nur deswegen nicht zum Vorschein, weil ihm auf der gegenüberliegenden Seite, auf der Seite der Arbeit, ein mindestens ebenso schwacher Kontrahent begegnet. Einer, der um Mindestlöhne bettelt. Mal ganz abgesehen davon, dass mit 8,50 €/Brutto/Std. das Hartz-IV-Niveau kaum überschritten sein dürfte.

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2 Trackbacks

  • Von Aufgehübschter Raum am 22. November 2013 um 14:39 Uhr veröffentlicht

    […] Also hübscht man den Raum ein wenig auf – mit Stahldesign. Mit dem „Aufhübschen“ hat der Kapitalismus ja so seine Erfahrung. […]

  • Von Die Armut wird geschönt am 24. November 2013 um 16:08 Uhr veröffentlicht

    […] Verhältnissen, bedingt durch die Abhängigkeit dieser Völker vom Westen, wird die Armut geschönt. Und darin liegt der eigentliche Skandal. Mal völlig unabhängig davon, ob dieser goldene Reis […]

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