Um die Existenzberechtigung geht es, nicht um „Gerechtigkeit“

Den 2. Beitrag „Der Sozialismus bleibt eine Wissenschaft…“ hat die FAZ erst freigeschaltet, nachdem ich ihn ein 2. mal gesendet hatte. Die 2. Sendung hat sie dann gelöscht um ihre Zensurbemühungen zu vertuschen. Interessant, dass es der FAZ nicht passt, wenn der Sozialismus als Wissenschaft verteidigt wird.

Um die Existenzberechtigung geht es, nicht um „Gerechtigkeit“
Es geht um die Macht des Kapitals, nicht um die Leistung der Manager oder gar der Kapitalistenklasse. Und wo man das Einkommen von Teilen der Kapitalistenklasse begrenzen will (die Spitzenmanager sind Teil der Kapitalistenklasse!), da führt man Klassenkampf, ohne allerdings das nötige Bewusstsein dafür mobilisiert zu haben. Es geht längst um die Existenzberechtigung des Kapitalismus nicht um dessen „Gerechtigkeit“. Denn wie berechtigt ist eine Gesellschaftsformation, die es ermöglicht, dass etwa 147 Personen/Familien/Unternehmen die 45000 transnationalen Unternehmen regieren und daher über die maßgeblichen Ressourcen der gesamten Welt verfügen? Wie berechtigt ist eine Gesellschaft, nunmehr auf globalem Maßstab zu betrachten, die von sich behauptet alternativlos zu sein, wo doch wenigstens 1 Milliarde Menschen ob dieser Gesellschaft hungern, eine weitere Milliarde Menschen dürsten und eine dritte Milliarde Menschen unzureichenden Zugang zur Gesundheitsversorgung haben?

Der Sozialismus bleibt eine Wissenschaft und ist die einzige Alternative zum Kapitalismus
@Sporkmann: Ich gebe mir große Mühe, den Sozialismus als Wissenschaft vorzustellen. So kritisch wie selbstkritisch. Ganz besonders in Bezug auf die Geschichte des bisherigen Sozialismus selbst. Nur leitet sich die klassenlose Gesellschaft weder aus den Irrtümern des Kapitalismus ab, noch wird sie obsolet ob der Fehler des Sozialismus. Gut möglich, dass der Kapitalismus selber zu seinem eigenen Totenräber wird und damit zu dem der letzten Klassengesellschaft. Und solange hat der Sozialismus eine Chance. Wenn Sie einen Blick in mein Blog werfen (herolds weblog), werden Sie genau zu diesen Themen viel zu lesen bekommen – über Marxismus, den Klassenkampf… -, doch so gut wie nichts zugunsten der DDR. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus‘ Karl Marx und Friedrich Engels das nicht anders gehandhabt hätten. Geben Sie die entsprechenden Begriffe in die Suchfunktion ein! Versuchen Sie es!

faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/entwurf-des-wahlprogramms-linke-will-gehaelter-auf-480-000-euro-begrenzen

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Arbeit und Kapital, Krise des Kapitals veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Ein Trackback

  • Von Die Spitzen des Finanzkapitals am 5. April 2013 um 00:00 Uhr veröffentlicht

    […] des Finanzkapitals 130000 Personen aus 170 Ländern! Es würde mich nicht wundern, wenn da die etwa 45000 transnationalen Unternehmen, bzw. die diese beherrschenden 147 Personen/Organisationen/Familie…) weitestgehend mit erfasst wären. Und damit die Spitzen des globalen Finanzkapitals nicht nur als […]

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.