Man kann ja nie wissen, dünkt es den Agnostiker

Man kann ja nie wissen, dünkt es den Agnostiker
Dass Wirtschaftsgeschichte sexy ist, das sehe ich eigentlich nicht. Dazu ist sie viel zu anstrengend. Zumal die Grenzen fließend sind zwischen Theorie und Geschichte. Nicht nur, weil man die Geschichte je nach Theorie zu beackern hätte, sondern weil die Geschichte selber größtenteils Theorie ist. Postmodern ist es gar zu behaupten, es gäbe gar keine Geschichte. Dass alles nur „Folklore“, oder gar nur „Morphologie“ sei, das kam den Zinseszins-Junkies gerade recht. Was auch immer: reich und berühmt wird man nur, wenn man sich der Theorie (der Geschichten) des Mainstreams bedient. Und genau das war wohl der (nicht nur) ideologische Hauptgrund für, warum die bisherigen Wirtschaftstheoretiker wie Wirtschaftshistoriker die sog. Finanzkrise verschliefen. Doch diese machte ihnen auf einmal klar, wie schnell es geht, den Reichtum (und auch die Berühmtheit) wieder zu verlieren. Daher mal schnell auch in „Das Kapital“ von Karl Marx geschaut. Man kann ja nie wissen, dünkt es den pragmatisch denkenden Agnostiker.

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