Wo das System selber Objekt des Geschäfts ist

Wo das System selber Objekt des Geschäfts ist
Im Kapitalismus wird wohl jedes Mittel recht sein, wenn es nur zum Ziel führt. „Unregelmäßigkeiten“ werden so zur Regel. „Unregelmäßig“ aber doch nur ob des regelhaft Geleugneten. Und dass es im Kontext solch marktmächtiger Aktivitäten, wie die von Rating-Agenturen, nicht zu Unregelmäßigkeiten kommen sollte, wäre gar eine merkwürdige Ausnahme von der Regel. „Insidergeschäfte“ sind ab einer bestimmten Größenordnung des Geschäfts, bzw. Verflechtung der „Geschäftspartner“, so wenig vermeidbar wie Marktmanipulation durch transnationale Unternehmen, wie z.B. der Mineralölindustrie. Und wo das Geschäft mit der Krise gemacht wird, z.B. mit der Währungskrise, der Eurokrise i. B., da ist das System selber das Objekt des Geschäfts. Die mutigsten Zocker versündigen sich ausgerechnet an dem System, das sie hervor gebracht hat. Schwer anzunehmen, dass der Staat des Kapitals, der selber mal nur ein Geschäftsmodell war, erfolgreich dagegen vorgehen könnte. Zumal er selbst zur Abwicklung ansteht.

faz.net/aktuell/wirtschaft/euro-krise-italiens-staatsanwaltschaft-will-ratingagenturen-vor-gericht-bringen

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