Linksradikal getarnter Reformismus

Linksradikal getarnter Reformismus
Radikaler geht’s wahrscheinlich nicht. Wortradikaler. Mit dem Aufstand spielt man nicht, meinte schon der Altmeister des Aufstandes – Lenin. Aber wenn man ihn macht, dann zögert man nicht. Denn diesen macht ein Volk, eine Klasse, eben nur, wenn es nicht mehr anders kann. Und wenn es den Herrschenden nicht mehr möglich ist, eben ein solches Volk mit den alten Methoden zu regieren, zu unterdrücken. Den Aufstand macht man gegen das ganze Regime, bzw. gegen das Gesellschaftssystem, das es repräsentiert, gegen den Staat der Herrschenden. Wenn das griechische Volk den Aufstand gegen das „korrupte Samaras-Regime“ wirklich machen möchte, und wenn die Kommunisten diesen wirklich anführen wollten, dann kann man sich den „Aufstand gegen die Sparpolitik“ sparen. Anderes predigen, heißt die Massen an der Nase führen, ihre womöglich revolutionäre Potenz verschleudern, oder eine solche eben nur vorgaukeln. Revolutionarismus, vermaledaiter. Im Interesse des Regimes – und dessen Sparpolitik. Linksradikal getarnter Reformismus.

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Ein Trackback

  • Von Nur „ein“ Notstandsgesetz? am 25. Januar 2013 um 14:50 Uhr veröffentlicht

    […] „ein“ Notstandsgesetz? Auf diese Weise erfahren wir also, dass in Griechenland die Notstandsgesetze angewendet werden!? Gesetze, die auch in Deutschland in Bereitschaft liegen. […]

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