Arme Staatsmächte, verarmte Völker und ein aufgeblähtes Kapital

Arme Staatsmächte, verarmte Völker und ein aufgeblähtes Kapital
Interessant ist weniger das, was hier der „Ungar“ sagt, sondern wie die Mehrheit der deutschen Kommentatoren das zu begreifen sucht. Drückt es doch – geradezu „vorbildlich“ – den Konkurrenzkampf innerhalb des Kapitals aus. Doch begreift eine solche Kritik diesen nicht wirklich. Deutschland ist und bleibt Hauptprofiteur der EU. Doch sieht das konkret so aus, dass die „Nettozahlungen“ von den Steuerzahlern aufzubringen sind, während die (Brutto-)Gewinne an das transnationale „deutsche“ Kapital fließen. Transnational und dennoch „deutsch“, genau darin liegt der Widerspruch. Ein transnationales Kapital kann seine Steuerlast verteilen, somit minimieren (zu Lasten derer, die das nicht können), dennoch in der Betriebsbilanz, wie auch in der Leistungsbilanz, sehen wir die Überschüsse an das „Mutterland“ fließen. Der Nationalstaat verarmt, während das „nationale“ Kapital zu wachsen scheint. Arme Staatsmächte, verarmte Völker und ein aufgeblähtes transnationales Kapital – das ist die Richtung.

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