Frivol-paradoxe Nabelschau

Frivol-paradoxe Nabelschau
Talkshows dieser Machart wähnen sich innerhalb der Dialektik eines „Socialtainments“. Dennoch folgt diese Wortschöpfung eher gewissen Aporien. Wie kann Sozialarbeit unterhaltend sein, wenn die Unterhaltung selber auf dem Niveau der sozialen Arbeit stattfindet/stattzufinden hat. Bzw. wie kann Unterhaltung im Sinne von sozialer Arbeit „erhaltend“/„bekräftigend“ und zugleich bildend, sprich: „entkräftend“, bzw. „erbauend“ sein? Wo Moral erst nach dem Fressen kommen kann, wird auch die Moral gefressen. Des Bürgertums These: Die Leute seien ungebildet, deswegen arm, offenbart sich nunmehr als frivol-paradoxe Nabelschau. Denn es blamiert sich nicht nur die „Bildungscard“ für Sozialhilfeempfänger, sondern auch des Gebildeten Bildung.

faz.net/aktuell/feuilleton/medien/faz-net-fruehkritik-anne-will-waehlbar-aber-erschreckend-23-02-12

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2 Trackbacks

  • Von Epikur lesen! am 23. Februar 2012 um 21:39 Uhr veröffentlicht

    […] immer das, was die Anderen haben, und die Anderen niemals das, was die Einen haben. Aus dieser Aporie gibt es vielleicht einen Ausweg: Epikur […]

  • Von Der Schlüssel zum „Last Exit“ liegt im Bewusstsein vergraben am 13. Juli 2013 um 22:55 Uhr veröffentlicht

    […] Illners Talk Show aus dem Kreis d e r Sendungen, die wir unter dem zweifelhaften Begriff des Socialtainmentsbisher angeboten bekamen. Diese Sendung ermöglicht erstmalig die Öffnung hin zu einer neuen […]

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