Die Vision eines Montmartre Oberursels

Die Vision eines Montmartre Oberursels
Als vor etwa 3 Jahren meine kleine Tochter mit dem Fahrrad dort fast verunglückt wäre, stand ich kurz davor ein Bürgerbegehren zuungunsten eben dieser schiefen Ebene einzufordern. Damals war es der etwas laue Ton der Marktbeschicker selber, wie auch die Hinhaltetaktik der offiziellen Oberurseler Politik, die mich schließlich davon abhielt. Obwohl ich das bedaure. Denn nun musste ein weiterer Unfall passieren. Dass es ausgerechnet einen Ordnungshüter erwischt, mag als traurige Ironie daherkommen. Nicht nur weil dieser Ordnungshüter so beliebt ist. Wenn nun Bürgermeister Brum erneut ankündigt, „in Kürze eine Diskussion anzuregen“, klingt das schon ein wenig wie das damalige Abwiegeln. Denn natürlich wissen auch die Bürger Oberursels welch Ängste da den Brum zwicken. Da gibt es das Problem mit den kleinen Unternehmen (wie wohl auch „großen“, wie ich jetzt lese, doch dass auch Herr Stedten von den Geschäften der Marktbeschicker profitieren möchte, wäre schon fast als unanständig zu bezeichnen) der Altstadt, der Strackgasse zum Beispiel, die vom Markt ausgehenden Besucherstrom geradezu abhängig zu sein scheinen. Doch, dass die all davon leben, will ich nicht glauben. Bzw., ich will nicht glauben, dass eine Stadtregierung es über Jahre durchhält, sich hinter deren chronischen Umsatzproblemen zu verstecken.
Wieso macht man aus diesem historischen Marktplatz nicht mehr als einen Wochenmarkt? Schafft überhaupt einen städtischen (Altstadt-)Raum, den Oberursel an die Spitze der Taunusdestinationen versetzen könnte. Warum belebt man die Altstadt nicht insgesamt, nicht nur die Strackgasse eben, und belässt die Schlafstädte dort, wo sie vielleicht hingehören? Um Bad Vilbel zum Beispiel! Da gibt es natürlich die immer junge Option „Parkplatz“. Doch will die Stadt die Umsätze des Parkhauses am Epinay-Platz nicht weiter schmälern, hört man. Dass das ein Parkhaus zu viel gewesen ist, das will offenbar nur sie nicht wahrhaben. Den historischen Marktplatz als Mittelpunkt (und nicht als toter Punkt) – mit erweiterten Parkplatzoptionen natürlich – für eine völlig neu konzipierte Altstadt – auch und vor allem oberhalb des Marktplatzes, versteht sich!
Wäre denn die Vision eines Montmartre Oberursels wirklich so eine Anmaßung?

fnp.de/tz/region/lokales/vordertaunus/h-ndler-auf-der-schiefen-bahn-05-11-11

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