Im Phantasma des Marktgeschehens

Im Phantasma des Marktgeschehens
Es geht eigentlich um die Frage, ob ein Vereinigtes Europa auf kapitalistischer Grundlage überhaupt möglich ist. Da aber die Frage so nicht diskutiert wird (auch nicht auf konservativer Seite), stellt sich diese Debatte als aporetisches „Spiel“ dar. Auf der einen Seite gibt es die Befürworter, und diese müssen für Eurobonds sein, auf der anderen Seite die Gegner, welche sich aber dieser Gegnerschaft nur im Ansatz bewusst sind, und daher sich nun im Kampf gegen die Eurobonds kaprizieren. Das Projekt Vereintes Europa stellt sich dar als ein gespaltenes Phantasma im Rekurs auf das unbegriffene Marktgeschehen. Das goldene Kalb Europa auf der einen Seite und Moses, als dessen Zerschlager, auf der anderen Seite. Als Albtraum für die Einen, als Drogenrausch für die Anderen. Die unaufhörliche Tendenz zum Sozialismus, die sich da den zerstrittenen Akteuren im Phantasma zeigt, öffnet sich so aber nicht dem Begriff, denn als quasi Naturgesetz innerhalb der kapitalistischen Ökonomie selbst, sondern setzt sich diesem blind voraus. Die hysterische Befürwortung oder Verteufelung ist da ein wichtiges Indiz für.

faz.net/diskussion-um-eurobonds-cdu-politiker-stellen-sich-gegen-merkel-16-8-2011

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Ein Trackback

  • Von Es bonapartistet am 4. Dezember 2011 um 16:40 Uhr veröffentlicht

    […] Doch die Arbeiter Europas wissen nur zu gut, dass ihr Schicksal über das eines „vereinten Europas“ ganz sicherlich hinaus gehen wird – wo diese EU keineswegs ein revolutionäres Projekt ist – doch niemals hinter ein […]

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