Die Falle der Entropie

Die Falle der Entropie
@Rabe: Der Witz an der Finanzwirtschaft ist gerade der, dass diese angetreten ist „Ordnung“ ins Kapital zu bringen, den Geldumlauf im Verhältnis zum Warenumsatz kontrolliert zu halten. Die Krisen lehren uns „immer wieder“ (leider erlaubt uns das Kapital nur ein Kurzzeitgedächtnis), dass aber gerade diese Finanzwirtschaft der wichtigste Motor für eine kapitalistische eben chaotische Ordnung ist. Ich sehe da auch die Falle der Entropie. Die Wandlungsmöglichkeiten sind wohl begrenzt doch im Prinzip kaum berechenbar, denn die kapitalistische Wirtschaft ist kein idealer Würfel. Zins und Zinseszins und noch mal Zinseszins, gleich einer geometrischen Wissenschaft, so will der Bourgeois seine Wirtschaft verstehen. Doch so wenig wie eine Monsterwelle als lineare Gleichung berechnet werden kann, so können auch Zeit und Tiefe eines jenes Absturzes berechnet werden, der die Folge solch spekulativer Gewinnerwartungen ist, und welcher selber nur auf einem Missverständnis der Kategorie „Mehrwertrate“ als Profitrate, resp. Zinsgewinn beruht. Denn, um mit Marx zu sprechen: „Je entwickelter…das Kapital,… umso furchtbarer muss es die Produktivkraft entwickeln, um sich nur in geringem Verhältnis zu verwerten.“ („Grundrisse“, Marx-Engels Werke Bd. 42)

faz.net/Amerikanische Notenbank:Milliarden Dollar für die Hausse, 06.11.2010

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3 Trackbacks

  • […] Und wo das nicht begriffen wird, ist das Chaos zudem noch ein hausgemachtes, nicht eines der Entropie […]

  • Von Das Standardmodell wackelt am 25. Februar 2011 um 20:25 Uhr veröffentlicht

    […] einem prosperierenden Kapital prognostizierte, das 2. Gesetz der Thermodynamik, nämlich das der Entropiezunahme, entgegen zu […]

  • Von Es platzt eine ideologische Blase am 24. Januar 2014 um 14:51 Uhr veröffentlicht

    […] Es platzt eine ideologische Blase Nicht nur eine Investitionsblase platzt hier, sondern mehr noch eine ideologische. Prokon hat mit der unausgesprochenen Vorstellung gelockt, dass „grüne Technologie“ so was wie das magische perpetuum mobile sei. Die Preisentwicklung auf dem Energiesektor, so sehr sie von Monopolprofiten herrührt, drückt den enormen Technikeinsatz dieser Monopole aus. In deren Bilanzen finden wir aber nur einen Teil dieses Einsatzes. Die dem Steuerzahler aufgelasteten Kosten wollen wir anscheinend gar nicht wissen. Und zu glauben, dass die Atomtechnologie damit rehabilitiert sei, ist die andere Seite des „Phantasmas“ (Marx). Im Gegenteil: der Metapher der Entropiezunahme wäre in dieser geradezu wörtlich zu nehmen. Energieverwandlung bedeutet Ordnungszunahme; und diese ist unumkehrbar. Mit Marx übersetzt, hört sich das wie folgt an: „Je entwickelter…das Kapital,… umso furchtbarer muss es die Produktivkraft entwickeln, um sich… […]

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