Das Kapital, die Mafia und der Staatsapparat

Das Kapital, die Mafia und der Staatsapparat
Nicht die Mafia ist das Problem, sondern eine Gesellschaft, die sie braucht und ein Staatsapparat, der sie benutzt. Faktisch wird Italien von der Mafia beherrscht, nicht erst seit Berlusconi, sondern schon seitdem die USA sie erneut aufgemuntert haben, als Kriegsverbündete, bzw. sie nach dem Krieg als Waffe gegen den Kommunismus aufgerüstet haben, mit illegalen, vom Marshallplan abgezweigten Geldern. Das ist alles nachzulesen in Tim Weiners „CIA“. Ähnlich geht es in Japan zu. Auch dort ist das Organisierte Verbrechen seit der Rehabilitation der wichtigsten Kriegsverbrecher durch die US-Militärverwaltung, direkt wie indirekt, an der Macht. Und auch in den USA selber spielt die Mafia heimliche Regierung, im Bündnis mit dem – und in Konkurrenz zum – CIA. Der Mord an Kennedy ist nur in diesem Kontext richtig zu verstehen. Die (gescheiterten) Attentate gegenüber Fidel Castro waren der Hauptzweck des Bündnisses, was sich dann auch in der Unterstützung Kennedys durch die Mafia zeigte. Nun ist ein Zustand erreicht, nicht nur in den USA, Japan oder Italien, und auch nicht nur in den postsowjetischen Staaten, wo die Mafia sowenig von der Regierung geschieden werden kann, wie kriminelles Kapital von legalem.

faz.net/Organisiertes Verbrechen: Reporter auf der Abschussliste, 2. 10.10

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5 Trackbacks

  • Von Die Doppelmoral von Regierungen, die sich wie Terroristen benehmen am 6. Oktober 2010 um 11:53 Uhr veröffentlicht

    […] Doppelmoral von Regierungen, die sich wie Terroristen benehmen Dass dem CIA kein Wort, absolut kein Wort, zu trauen ist, hat sich wohl nun auch bei einem deutschen […]

  • Von Täter-Opfer-Verkehrung = Beschönigung der politischen Wirklichkeit am 26. Oktober 2010 um 21:09 Uhr veröffentlicht

    […] muss es Konnotationen geben.“ Oh ja, in all diesen Ländern wurde der Faschismus durch eine Siegerjustiz abgewickelt, die den faschistischen Kader vielleicht schwächen aber nicht vernichten wollte. In […]

  • Von Landesverrat – das Privileg der Herrschenden am 15. Dezember 2010 um 18:39 Uhr veröffentlicht

    […] dann aber doch nur als das Interesse am Selbsterhalt eines alternden Dienstes – des CIAs nämlich (Tim Weiner) – bestätigen sollte. Was natürlich nur ganz zufällig mit den betriebswirtschaftlichen […]

  • Von Die korrumpierende Nähe zum Katholizismus am 17. Februar 2011 um 14:52 Uhr veröffentlicht

    […] 2. Weltkrieges. Mehr geschwächt durch ihre korrumpierende Nähe zum Katholizismus als durch den Dollarfluss des CIA an Klerikalfaschisten, Mafia wie Geheimdiensten. Die Wende kann nur kommen durch eine nicht konservative Linke, einer, die endlich auf die von den […]

  • Von Zusammenarbeit mit der Mafia, oder dem Vatikan? am 27. Oktober 2013 um 10:54 Uhr veröffentlicht

    […] Geschmäckle. Legt es doch die Zusammenarbeit mit der Mafia nahe. Eine Zusammenarbeit, die schon im Kennedymord diskutiert und nie völlig ausgeräumt wurde. Und nun steht das Verbrechen um 9/11 wieder auf der Tagesordnung. War es nicht doch ein […]

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