„Stetig“ und provokant

„Stetig“ und provokant
„Die hoheitliche Attacke gegen den Buchautor habe eigentlich allein dazu gedient, Stimmung zu machen für strengere Integrationskriterien.“ Das ist genau der Vorwurf, den ich gemacht habe (vgl. auch: „Kontaminierte Integrationsdebatte“), und es gibt daher nicht den geringsten Grund, hiervon Abstand zu nehmen. Denn es ist tatsächlich so, dass die herrschende Meinung sich diesbezüglich nur in taktischer Hinsicht unterscheidet. Ein Sarrazin ist hat eine Mine gelegt, die bei Berührung nicht sofort explodieren soll. Um das zu erreichen, muss er entschärft werden, aber nicht die Sprengkraft der Mine. Wenn dann die „Stetigkeit“, nicht eintritt, auf die man angeblich referiert, dann wird sich zeigen, dass die „Integration in eine desintegrative Gesellschaft“ (vgl. den entsprechenden Beitrag, vom 03.09.2010) von Anfang an auf den passenden Sündenbock gerichtet war. Sarrazin und seine Opfer, die genannten Migranten, sollen sich gegenseitig neutralisieren, damit im Hintergrund das eigentliche politische Geschäft („die Stetigkeit“) umso reibungsloser funktioniert. Das ist das Geschäft mit der „Provokation und Desinformation“, wie das auch an anderer Stelle so hervorragend funktioniert (vgl. den gleichnamigen Beitrag von mir von heute).

faz.net/Integrationsdebatte:Ein Stück weiter nach Sarrazin, 21.09.2010

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2 Trackbacks

  • Von „Beihilfen“, die dem schlechten Gewissen der Sozialbehörden dienen am 28. September 2010 um 21:15 Uhr veröffentlicht

    […] pauschaliert und nicht mehr bedarfsgerecht übernommen werden. Auch hier hat der Mieter wohl nur im Sarrazinschen Sinne Einfluss drauf: 3 Wollpullover und grundsätzlich lange Unterwäsche (was für den Hartz-IV-ler […]

  • Von Die Grünen, der Eiserne Kanzler und die Kriegserklärung am 24. November 2010 um 14:44 Uhr veröffentlicht

    […] das man dann der CSU überlassen könnte, als Teil eines Subordnungsministeriums für nicht integrierbare Minderheiten) auf jeden Fall. Und wenn dann noch ein Eiserner Kanzler, nämlich von und zu Guttenberg, über all […]

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