Skandalös-kriminelle Gedankengänge

Skandalös-kriminelle Gedankengänge
Angesichts der Milliardenschulden der Öffentlichen Hand, jetzt noch mal in Folge der Krise, wäre es ein Treppenwitz, wenn ausgerechnet Steuermillionäre/-milliardäre weiterhin ungestraft Steuern hinterziehen könnten, aber der weitaus bedeutendere Treppenwitz wäre vermutlich, wenn ausgerechnet der kapitalistische Staat (dessen Ministerialbürokratie) dem Kapital die Steuerhinterziehung unmöglich machen wollte. Das wäre nicht nur nicht systemkonform (nämlich „standortgefährdend“), sondern geradezu sittenwidrig. Schäuble wird einen Weg finden, die feine Herrschaft zu schonen. Wie das geht, hat er schon angedeutet: seien doch ehe die Länder (!) zuständig. Und wie diese Länder damit umgehen, unter Umständen, vor allem wenn diese selber, bzw. die Parteien, die dort die Macht haben, in Steuerhinterziehung, Stichwort: Parteienfinanzierungsaffäre, verwickelt sind/verwickelt sein können (Koch und die CDU), ließe sich ja erst kürzlich beobachten. Lieber mobbt man die besten Finanzprüfer in den Ruhestand – oder in die Arbeitslosigkeit -, als dass man den ganz Großen an den weißen Kragen geht. Der „Standort Hessen“ wäre „gefährdet“, ließ man durch die Blume flüstern. Solches anzunehmen, referiert doch eigentlich auf skandalös-kriminelle Gedankengänge – dort wie hier.

faz.net/schäuble überlegt noch: Händler fordert 2,5 Millionen Euro für Daten über Steuersünder, 29.01.2010

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Ein Trackback

  • Von Schamlosigkeit oder Dummheit am 1. Februar 2010 um 21:58 Uhr veröffentlicht

    […] in der Politik sind halt privilegierte Knechte, die da jetzt ein bisschen Theater machen. Die Zumwinkel-Geschichte spricht doch Bände. Unvergessen wird es bleiben, wie da eine ganze Finanzbehörde durchgemobbt […]

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