Immer das Gegenteil von dem, was sie vorgibt zu tun

Immer das Gegenteil von dem, was sie vorgibt zu tun
Wenn man weiß, dass die Entwicklung gerade in die entgegengesetzte Richtung gefördert wird, also Banken immer größer werden sollen, dann weiß man auch, dass es wohl nie ein frecheres Bekenntnis zur Lüge aus dem Mund einer Regierenden gegeben hat. Man redet den Leuten nach dem Munde und macht genau das Gegenteil hiervon. Die Merkel hat schnell gelernt! – oder hat sie das schon immer gekonnt?
Auf der anderen Seite, macht es einem ein solches relativ leicht zu erkennen, was die Politik im Schilde führt: immer das Gegenteil von dem, was sie vorgibt zu tun.
Ich gehe mal davon aus, dass sich in Deutschland die nächsten 5 – 10 Jahre die Bankenlandschaft auf 2 deutsche Banken reduziert haben dürfte, wenn überhaupt auf eine deutsche Bank. Es könnte auch sein, dass nur noch „europäische“ Banken überleben. Denn auch die Deutsche Bank ist in diesem Maßstab schon zu klein. Und dass Banken die Regierungen erpressen, ist eigentlich blanker Unsinn, denn sind nicht die Banken die eigentliche Regierung?

Radikale Ideen werden in Deutschland per se verfolgt
@BB: Wenn man davon ausgeht, dass „radikale Ideen“ vom Mainstream immer als extremistisch verleumdet sind, ist der Unterschied ein rein semantischer. Denn „Extremismus“ ist dann die Fortsetzung von „Radikalismus“, die Antwort also derer, deren radikale Botschaft schlichtweg ständig missachtet, wenn nicht gar verfolgt, wird. Extremismus beinhaltet dann die Militanz in den Aktionen, die völlig überflüssig gewesen wäre, wenn die Botschaft als radikale nicht verfolgt worden wäre. Denn auch die Verfolger selber sind dann in der Regel nicht weniger extremistisch. Ich spare mir daher diese (Selbst-)Distanzierung/Kasteiung und bekenne mich gleich zu meinen extremistischen Positionen (in der damit verbundenen Konsequenz). Der Verfassungs-, resp. Staatsschutz macht da ehe keinen Unterschied und verfolgt radikale Ideen schon im An-, äh Vorsatz.

Wer nicht zahlen will, muss Gewinner werden wollen
@Wat: „Das nur gar nicht Lustige an diesem System ist, dass wir vorher das Geld für diese Art ‘Bezahlung’ herausrücken (müssen)…“
Müssen wir das wirklich? Gut dass Sie das „Müssen“ in Klammern gesetzt haben. Im Übrigen: „Wir“ bestellen die Kapelle natürlich nicht, wir dürfen nur die Party bezahlen. So ist das nun mal mit Gewinnern und Verlierern (im Krieg wie im ‚Frieden‘). Der Verlierer wird nicht nur hingemetzelt, er zahlt auch noch das Gemetzel.
Ergo: Wer nicht zahlen will, muss Gewinner werden wollen.

Mehrheiten zum Teufel?
@Wat: Im Prinzip habe ich da keine Einwände, nur eine Frage: Wie definieren Sie Mehrheiten? Zufällige, bei Wahlen addierte (vielleicht gar manipulierte), oder in Volksbewegungen entstandene, oder das was wir gerade als 2/3-Diktatur bezeichnen dürfen, also die Diktatur eines nimmersatten Mittelstandes über den Rest der eigentlichen Massen?
Wovon sollen wir überzeugen und gegen oder für was?
Dass wir Diktaturen dieser und jener Art akzeptieren müssen, weil sie rein zufällige Mehrheiten darstellen, oder davon, dass wir solche Mehrheiten zum Teufel jagen, denn andere Mehrheiten kommen dann erst zur Geltung?
Natürlich sind wir dann schnell bei den Methoden. Wie jagt man solche Mehrheiten zum Teufel?
Was ein neues Thema wäre.

Die richtige Haltung
@Wat: „Die Daseinsfürsorge und die Geldschöpfung sollten komplett wenigstens in staatliche Hand bzw. unter regionale Kontrolle.“ Da haben Sie sich schon sehr weit vorgewagt, denn das ist ja schon beinahe Sozialismus. Nur, mal abgesehen davon, was als Sozialismus in einer postkommunistischen Epoche überhaupt noch gewünscht ist – schon der Begriff scheint „out“ – ,von den Massen, nicht nur von den Intellektuellen, wie schaffe ich es, solches und ähnliches gegen den Strom gesellschaftsfähig, und dahingehend kritisch wirken zu lassen? Ganz allgemein geantwortet: Revolutionäre Ansichten können nur mittels revolutionärer Methoden gesellschaftsfähig gemacht werden, ansonsten versickern sie in den Salons linker Esoteriker, bzw. ermüden unter den Dauerfeuern der Gegner. Die Mehrheiten – die „Massen“ – verhalten sich in nichtrevolutionären Zeiten niemals gegen den Strom, und in revolutionären Zeiten sind sie der Strom. Die revolutionären Methoden dürfen allerdings in einem solchen Strom nicht aufgesetzt wirken, sondern sie sollten dem entsprechen. Und die Kunst scheint mir auch, in einen solchen Strom eingestiegen, eingetaucht, rein gesprungen zu sein, ohne dabei untergegangen, bzw. durch die Gewalt des Stromes an der nächstbesten Klippe zerschellt worden zu sein. Ich habe einmal Forellen bei der Jagd beobachtet. Diese, so scheint es, stehen dabei gegen die Strömung und lassen sich die Beute zutreiben. Nun, das Verhältnis zwischen revolutionärer Theorie und Praxis, revolutionärer Führung und den Massen ist wohl keines wie zwischen Beute und Beutefänger (das wäre nur eine entsprechend bösartige Unterstellung der Gegner, aber von der bürgerlichen „Wahlfängerei“ – das „h“ ist kein Fehler – könnte man das durchaus behaupten!), aber man muss schon eine Zeit lang soviel Muskelkraft – bzw. recht eigentlich dann wohl auch Hirnschmalz – besitzen, dass man zu einer entsprechenden Haltung ‚gegen den Strom’ der Massen befähigt ist. Brauchbare und somit „nachhaltige“ (ich verwende mal dieses Unwort, denn hier passt es vielleicht) Antworten finden sich nur in dieser Haltung.

Über die Demokratie zum Sozialismus
@Wat: Kapitalismus oder Demokratie. Ja soweit scheinen wir zu Marx zurück gekehrt – zu seinen Anfängen. Damals ging es wohl noch um die bürgerliche, ergo damals noch revolutionäre Demokratie, ohne die auch ein Sozialismus nicht denkbar war. Und offenbar hat das Kapital diese Lektion verstanden (wenn auch nicht begriffen), denn es baut die Demokratie ab (in der Hoffnung so dem Sozialismus zuvor zu kommen). In diesem Sinne unterstütze ich Ihre Losung, und möchte sie ergänzen: Über diese Demokratie zum Sozialismus, sonst geht die Reise doch wieder „rückwärts“, wenn auch nicht wirklich, denn die Geschichte wiederholt sich nicht, selbst wenn sie als Kapriole kommt.

weissgarnix.de/2009/09/01/herzchen-wer-glaubt-dir-das

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  • Von Voller Hass auf die Beute Europa gerichtet am 20. Dezember 2010 um 15:08 Uhr veröffentlicht

    […] Hass auf die Beute Europa gerichtet Schmidts Gejammer bzgl. einer Deutschen Bank, die gar keine „deutsche Bank“ mehr sei (ZEIT), will so als belangloses Geschwätz von gestern […]

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