Die Massen haben das Gefühl für Falschheit nicht verloren

Die Massen haben das Gefühl für Falschheit nicht verloren
Ich denke, dass Tucholsky gemeint hat, dass das Volk in aller Regel falsch informiert ist, bzw. falsch informiert wird, dennoch sein Gefühl für die Falschheit (noch) nicht verloren hat. Und es scheint leicht, das Volk mit falschen oder halbwahren Informationen zu verwirren, wie z.B. mit durchschnittlichen Inflationszahlen (vgl. auch einige Kommentare hier). In Zeiten höherer Inflation hatten wir auch höhere Lohnsteigerungen, was wiederum auch den unteren Einkommen, wie auch Sozialleistungen und Renten, zugutekam. Heute haben wir bei Lebensmitteln, Energie und dgl. im Schnitt höhere Inflationsraten als die durchschnittlichen, was wiederum bei den Lohnerhöhungen, wie auch den Renten und Sozialleistungen, die sich an den durchschnittlichen Zahlen orientieren, regelmäßig, und das jetzt schon seit 20 Jahren, bei den Einkommensschwachen (die unteren 40%, die fast alles für Lebensmittel und Energie ausgeben müssen) zu relativen Einkommensverlusten führt. Die betroffenen Massen wissen das.

faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/ungleichheit-in-deutschland-zufrieden-unzufrieden-zugleich

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