Die Verantwortung des transnationalen Kapitals

Die Verantwortung des transnationalen Kapitals
Was war die Ursache für die einsetzende Landflucht, z.B.? Warum verstädterten die Menschen nicht? Warum blieben sie arbeitslos? Und war das nicht schon die erste Welle der einsetzenden „Globalisierung“, damals schlicht noch Neokolonialismus genannt? Wo in den Städten eine ganz schmale Mittelschicht entstand, zugunsten der Ausbeutung der „3. Welt“, und zum Preis einer städtischen Massenarmut. Aus der Türkei wanderten die dort überflüssigen Arbeiter ab, in die Produktionsstätten der „1. Welt“, besonders nach Deutschland. Wäre das nicht so gewesen, sähe es in Istanbul nicht anders aus als in Kairo, und der Bürgerkrieg wäre dort Dauerzustand geblieben. Die zweite Welle der Globalisierung nun, schleift diesen schmalen Mittelstand, und lässt die Stadtarmut verhungern. Die Antwort ist der „Islamismus“. Wieder zugunsten einer diesmal allerdings sich entindustrialisierenden 1. Welt, im Interesse des transnationalen Finanzkapitals. Hier liegt unsere Verantwortung.

Dauerhaft prekäre Mittelschicht
@Patrick Dalias: Das sind die Antworten, die ich erwarte – in der FAZ. Bis jemand mir noch ein paar unerwartete Antworten liefert, versuche ich die Ihrigen auf den Punkt zu bringen: Es gab zu wenig Arbeit, da dort hauptsächlich nur für den globalen Mittelstand produziert wurde und wird. Das mit der medizinischen Versorgung und Ernährung schränken Sie ja schon selber mit „wohl“ ein. Und das aus gutem Grund, denn die Slums expandierten wegen des ständig wachsenden Zustroms von außen, und diesbezüglich nur o b der Hoffnung auf eine „bessere Versorgung“. Das Nasser-Regime war nicht sozialistisch, sondern nationalistisch, allerdings mit sozialistischen Phrasen garniert. Ein schwaches Regime der nationalen Bourgeoisie, das zwischen Kollaboration und Konfrontation mit dem Finanzkapital hin und her schwankte. Die „Haupteinnahmequellen“ fließen unter solchen Bedingungen, wenn nicht in die Taschen korrupter Beamter, in die des Finanzkapitals, was die „Mittelschicht“ dauerhaft prekär hält.

faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/leben-in-arabischen-grossstaedten-ist-fuer-frauen-eine-echt-last

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Arbeit und Kapital, Krise des Kapitals veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.