Wo die Ökonomie rein politischen Kategorien zu folgen scheint

Wo die Ökonomie rein politischen Kategorien zu folgen scheint
Nicht die sog. Anti-Terrorpolitik bedroht die Legitimation des Staates, sondern umgekehrt: Die Legitimationskrise des bürgerlichen Staates, sprich: die ideologische Krise einer Gesellschaft, der Zweifel kommen, ob der Gültigkeit ihrer bis dato von ihr postulierten eigenen Kategorien (Markt und Nationalstaat nunmehr Beute scheinbar „heimatloser“ Heuschrecken), treibt diesen Staat zu einem offenkundig paranoiden Aktionismus an. Doch die Anti-Terrorpolitik ist längst Teil einer anderen Ökonomie. Einer Ökonomie, die nicht mehr ökonomischen, sondern rein politischen Kategorien zu folgen scheint. Seit die USA die einzige Supermacht noch sind (zu sein scheinen), bedeutet jener Macht nicht Marktmacht, sondern die sprichwörtliche Macht, die aus den Gewehrläufen kommt. Mao Tse-Tung hätte seine Freude. Und wo brave Politologen das nur bedauern, statt die revolutionäre Krise zu erkennen, die sich da auftut, folgen sie blind der Krise und zerstören so ihre eigene Legitimation.

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