Schuld in aller Unschuld

Schuld in aller Unschuld
Auch das ist nur eine veränderte Perspektive. Auf der Zeitachse nach hinten verschoben. Doch eine bessere Perspektive erhalten wir, wenn wir uns auf das Ende des 19. und den Beginn des 20. Jahrhunderts kaprizieren. Nehmen wir die Pariser Weltausstellung mit der Installation des Eiffelturms als historisches Event, welches diese Perspektive illustriert. Dort zeigt sich ein Frankreich, das durch die Goldzahlungen an das damals noch preußische Deutschland an seiner Entwicklung gehindert war. Nach oben ging es, das zeigt der Eiffelturm, nach außen nicht mehr so richtig. Dann ein Deutschland, das von diesen Zahlungen profitierend, weg vom preußischen Bismarck hin zu deutscher imperialistischer Größe strebte. Damit reibt es sich an England, das von diesem Imperialismus etwas abzugeben hätte, und an Russland, das recht eigentlich schon ein Zombie war, aber als solcher von England fürstlich unterhalten wurde – zum Schrecken Deutschlands. Da zeigt sich die Schuld in aller Unschuld. Und alle Schuldigen.

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