Die Vollautomatisierung des „Automatischen Subjekts“

Die Vollautomatisierung des „Automatischen Subjekts“
Als Mitarbeiter in der Verwaltung eines öffentlichen Leistungsträgers (sorry, diese Sprache ist mir vorgeschrieben) beobachte ich, wie mit jeder sog. Verwaltungsreform das Arbeitsklima sich verschlechtert. Plötzlich wähnt man sich schon in der mittleren Führungsebene als „Manager“. Und statt Dienst am Bürger zu leisten, erstellen wir „Produkte“. Und während der Leistungsempfänger zum „Kunden“ avanciert, erleidet gerade dieser einen deutlichen Verlust nicht nur an seinen Rechten, sondern auch am Status. Die „Beziehung“ zwischen Bürger und Verwaltung wird desto undurchlässiger, je mehr sie als Verhältnis zum Kunden behauptet wird. Auch der Status des Sachbearbeiters nähert sich diesem „Kunden“ an. Es zeigt sich hier das Spiegelbild jener „neoliberalen Revolution“, welche wohl die Vollautomatisierung des ehe schon „automatischen Subjekts“ zum Programm hat – im Namen der Globalisierung. Den Umgangsformen entnimmt man die repressive Sprache, um sie desto repressiver zu gestalten.

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