Das Spiel mit dem Bonapartismus

Das Spiel mit dem Bonapartismus
Absurder denn jene „Dialektik“ des Absurden, die Einige hier zu erkennen glauben, ist die nicht tot zu kriegende Vorstellung, dass Vergemeinschaftung von Schulden ohne Vergemeinschaftung des Souveräns irgendetwas bessern könnte. Und hiervon hat sich Weidmann dezidiert nicht distanziert. Es sei denn, das Kapital pfeift endgültig auf das Volk als den Souverän. Die Bourgeoisie scheint mit dem „Bonapartismus“ zu spielen. Unter Bonaparte (dem „Kleinen“/ Karl Marx, „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“) übergab die französische Bourgeoisie allerdings im Interesse ihres Klassenkonfliktes mit dem Proletariat die Macht freiwillig an den Usurpator. Dieser regierte dann mit Hilfe des „Pöbels“ zu Lasten der kleinbürgerlichen Schichten. Will heißen: der Usurpator bestach den Pöbel auf Kosten dieser Schichten – im Interesse des Kapitals. Hier gibt das globale Finanzkapital ja nicht wirklich die Macht ab, es tut nur so. Doch ist die Absicht unverkennbar, den sog. „Mittelstand“ zu schröpfen.

faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise-bundesbank-skizziert-weg-zu-tragfaehiger-fiskalunion-15-06-12

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Ein Trackback

  • Von Wenn der finanziellen Repression die politische folgt am 28. Januar 2013 um 20:10 Uhr veröffentlicht

    […] „Duces“ Politik (Spiegel) interpretieren? Wo der Mittelstand geplündert wird, da wächst die bonapartistische, bzw. faschistische Gefahr. Inhomogene Schichten, wie der sog. Mittelstand, neigen dazu, ihr […]

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