Der Kult um von Weizsäcker und das Déjà vu des „hässlichen Deutschen“

Der Kult um von Weizsäcker und das Déjà vu des „hässlichen Deutschen“
Ganz der Aristokrat, der den „Alten Fritz“ eben nicht verinnerlicht, sondern entäußert – absondert. So sehr, dass es ein Leichtes scheint, um ihn selber nun einen „kleinbürgerlichen Kult“ zu inszenieren. Da aber Staatsräson dieser Tage nicht mehr ganz en voque ist, gibt er sich subjektiv angegriffen/angriffslustig – persönlich souverän. Er steht für Nichts und Niemand, nur noch für sich selbst.Und genau darin paraphrasiert er den deutschen Staat der Gegenwart. Denn dieser will an nichts mehr gemessen werden, am Allerwenigsten an seinen Voraussetzungen, die er immer noch so trefflich ausbeutet. Der preußische Staat,immer schon mit des „Deutschen Wesen“ (an dem die Welt genesen) metaphysisch identisch, vermittelt seit der Wiedervereinigung nicht nur ein fortgesetztes Déjà vu, sondern wird doch ob des wiederbelebten „hässlichen Deutschen“ quasi in einer physischen Gestalt erfahrbar. Hiervon und von noch viel mehr gilt es sich nach Außen hin zu distanzieren, während man Innen deren Attribute bekräftigt.

faz.net/aktuell/feuilleton/faz-net-fruehkritik-anne-will-das-ist-doch-alles-grosser-bloedsinn-26-01-12

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