Phantomschmerz

Phantomschmerz
Nicht die Schrift als solche scheint mir an ihr Ende gekommen, sondern die ganze semantische Epoche. Und darin eingebettet des aktuellen Menschen Sein, also recht eigentlichen dessen Subjekt-, wie Bewusstsein („Innovation oder Reaktion“). Was der Dadaismus in den 20ern des letzten Jahrhunderts mehr oder weniger unbewusst anmahnte, erschließt sich uns jetzt erst. Im Informationszeitalter zeigt sich eine Möglichkeit des Zeitgewinns, die auch die aktuellen Forschungen in der Neurobiologie inspiriert. Es gilt den neurologischen Funken unmittelbar zur vollen Entfaltung zu bringen. Die Gehirne werden direkt miteinander „reden“. So wie im Übrigen heute schon sog. „intelligente Autos“. Dass das nicht nur eine weitere kulturelle Revolution sein wird, sondern recht eigentlich eines Menschen ultimative biologische Mutation, ahnen wir gewissermaßen als ein uns zu traumatisieren suchender Impuls „aus der Zukunft“. Autismus wird bald aus den Schatten der Psychiatrien hervor treten. Leute wie Luhan sind philosophisch auftretende Autisten. Ohne den Phantomschmerz einer vorerst nur geahnten Reizüberflutung im semantischen Raum, kann der Mensch eine solche Zukunft nicht annehmen. Wird er doch ein Mutant sein, ein Telepath.

faz.net/der-medienversteher-lesen-auf-eigene-gefahr-21-07-2011

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