Innovation oder Reaktion

Innovation oder Reaktion
Die wichtigste Frage will mir doch die nach dem Verhältnis zwischen kulturellen „Revolutionen“ („Evolution“ scheint mir hier nicht passend) und biologischer Evolution sein. Da wäre z.B. zu klären, welchen Einfluss die neolithische Revolution auf die Evolution des Menschen gehabt hatte, bzw. schon frühere, kulturelle Großereignisse (vom Todesritual/Fruchtbarkeitskult zur Sprache!). Die wichtigste Innovation wäre dann aber die Entdeckung der Schrift, welche nach Julian Jaynes die Voraussetzung für das sog. moderne Bewusstsein gewesen ist (vgl. „Blog Antike…“ hier in der FAZ: „Zugang zum antiken wie auch eigenen Bewusstsein“). Ob der kulturelle Druck des sog. Informationszeitalters allerdings nun groß genug ist, für eine weitere biologische Evolution, einer, die uns definitiv zu „Mutanten“ (Wagner/Wächters) machen könnte – wir also vielleicht ein „Telepathisches Zeitalter“ noch hervorbringen (dass wir vom semantischen ins quasi „autistische“ Zeitalter gewandert sind, will mir, ob der Zustände innerhalb der aktuell herrschenden Klassen, doch irgendwie evident erscheinen) -, hängt wohl davon ab, ob man diesbezügliche Forschungen der Biotechnologie als Innovation oder als Reaktion definiert, und ob sie, ob dessen, vor der Geschichte Bestand haben werden.

faz.net/humangenom-nur-sechzig-mutationen-pro-generation-25-06-2011

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2 Trackbacks

  • Von Einfach zu passend das Timing am 22. März 2012 um 19:58 Uhr veröffentlicht

    […] Orakel von Delphi ist überführt als „Gottesgeflüster“ (vgl. die „bikamerale Psyche“ bei Julian Jaynes/Der Ursprung des Bewusstseins, heute das schizophrene Hirn) in […]

  • […] verkommt die Warenbewegung zu einem inhaltsentleerten Kultus. Ähnlich darin dem Fasching, welcher vorgeschichtliche Fruchtbarkeitskulte unverstanden weiter zelebriert. Noch haben wir den „Wert“ verinnerlicht, doch wo der […]

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