Das Schicksal scheint nicht mehr abzuwenden

Das Schicksal scheint nicht mehr abzuwenden
„Der Arbeitsmarkt muss dereguliert werden, damit es leichter wird, Mitarbeiter zu entlassen und Mitarbeiter für kurze Zeit einzustellen“. Wer das in Griechenland versucht, der provoziert den längst überfälligen Aufstand, oder er führt ihn gar selber an. Und in der Tat: es scheint tatsächlich nur noch die Alternative zu geben – außerhalb eines Aufstandsszenariums – für Griechenland die europäische Gelddruckmaschine anzuschmeißen, oder Griechenland aus der EU „rauszuschmeißen“ (siehe Leserkommentar „Fit“). Doch gleich ob man sich hier für die Pest oder die Cholera entscheidet, einen Ausweg für die „griechische Tragödie“, die so oder so zu einer gesamteuropäischen zu werden droht, sehe ich da auch nicht. Der einzige „Ausweg“ scheint mir darin zu liegen, dass das griechische Volk die Tragödie selber liebt, den Ausweg somit gar nicht sucht. Und dabei will es mir weniger auf die Ferse des Achilles schielend scheinen als auf das heroische Ende eines Hectors höchstselbst. Was nun auch immer in Griechenland passiert, es will mir weniger auf dem Olymp bestimmt sein als von den Furien. Das „Schicksal“ scheint nicht mehr abzuwenden.

faz.net/Schuldenkrise: Nichts ist gut in Griechenland, 19.06.2011

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