Der Weg, auf dem sich Klassenprivilegien als überlebt erweisen

Der Weg, auf dem sich Klassenprivilegien als überlebt erweisen
Das zeigt wohl den wahren Weg, den auch diese Bundesregierung einschlagen wird. Den, den nämlich das Kapital längst vorgegeben hat. Der Streit dreht sich nur noch darum, wie das dem Volk zu verkaufen ist, nicht wie es gemacht wird. Man macht es, man zieht es zurück. Man macht es wieder, und zieht ein wenig weniger zurück. Man macht es noch einmal und zieht es durch. Und alle sind froh, dass es nur halb so schlimm kam. Wer auch immer der Kopf dieser oder jener politischen oder finanzpolitischen Institution sein wird, er ist austauschbar. Und genau das macht die geheimnisvolle Stärke der bürgerlichen Herrschaft aus: „Der König ist tut, es lebe der König“ („Der Gordische Knoten“/Ernst Jünger). Nur eines übersieht sie – die Bourgeoisie. Nämlich, dass das nicht nur ihre Stärke ist, sondern auch ihre Achillesferse. Es ist genau der Weg, auf dem sich Klassenprivilegien als historisch überlebt erweisen. Wenn jeder ersetzbar ist, kann letztlich auch jeder alles. Und auch wenn letzteres logisch ist, scheitert es vorerst nicht nur an der Stärke dieses Gegners, sondern an der Dialektik selber. Einer jenen, die es notwendig macht, in jeder Aufhebung eine Bestätigung zu sehen, wie vice versa. Also an der „Schwerkraft“, die sich da solchermaßen herstellt.

faz.net/Kommentar:Warum Lagarde? – 19.05.2011

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