Wo ist die „Dialektik“, wo ist die „Aufklärung“?

Wo ist die „Dialektik“, wo ist die „Aufklärung“?
Der Titel scheint mir ein wenig gekünstelt. Wo ist denn die „Dialektik“? Bislang sehe ich nur allenthalben Scholastiker am Werk. Alle verteidigen sie den Status quo, bzw. den Status quo ante. Und wo ist die „Aufklärung“? Wo doch nur Vertuscher in Erscheinung treten. Wo alle Welt aber weiß, welche Seilschaft dort an der Macht ist, da kommt so was nicht gerade überzeugend daher. Das Plagiat scheint zudem für die „Plagiatierten“ ein größeres Ärgernis zu sein, als für den Plagiator. Denn noch wartet man vergeblich auf diesbezügliche Anzeigen. Auch auf jene des Doktorvater selber. Und Guttenberg, indem er „seinen“ Status quo verteidigt, betreibt eigentlich Schadensbegrenzung zugunsten der Hauptgeschädigten – der Uni Bayreuth -, welche froh sein muss, wenn sie den Status quo ante wieder erhält. Wäre denn der Uni wirklich damit gedient, wenn Guttenberg mit aufklären würde? Worüber soll er denn aufklären? Über die Harmlosigkeit oder über die Dummheit, wenn nicht gar verdeckte Kumpanei, eben all jener, die ihn da so lange haben machen lassen? In der Hoffnung gar, dass das in Bayern eh kein Aas interessiert. Wer ahnte damals schon, dass der Gute mal als Kanzlerkandidat gehandelt werden würde. Wenn auch nur in der Yellow Press.

faz.net/Der Fall Guttenberg: Dialektik der Aufklärung, 11.04.2011

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