Drehtürpolitik

Drehtürpolitik
Draghi ist ein „Abgesandter“ von Goldman-Sachs und damit träfe die EG den Nagel auf den Kopf. Zugespitzt könnte man nämlich sagen, dass Goldman-Sachs und dessen Juniorpartner (die Deutsche Bank) nicht nur die Hauptprofiteure der Finanzkrise 2008 gewesen sind, sondern auch die eigentlichen Machthaber in Europa sind. Außerdem zeigt sich, dass sie auch die Hauptakteure in Sachen Eurokrise sind. Im Falle Griechenlands möchten sie am liebsten 2 Mal kassieren: einmal bei der systematischen Verschuldung des Landes, wie bereits geschehen, und jetzt wieder bei der sog. „Entschuldung“. Allerdings, sollte man Griechenland opfern, gingen die Profite gewaltig in den Keller. Also schröpft man den Steuerzahler – dort wie hier. In den USA nennt man das übrigens Drehtürpolitik, wenn mächtige Konzerne ihren Kader in die Politik entsenden, von wo dieser dann, nach erfolgreicher Arbeit, wieder abgeholt wird. Es ist allerdings nicht bekannt, ob Monsanto seinen Superabgesandten Rumsfeld nach dessen Foltervorwürfen wieder heimgeholt hätte. Nicht weniger ehrlich wäre es, wenn Ackermann höchstpersönlich demnächst – noch vor seinem eigenen Abgang – Frau Merkel in den Ruhestand entließe, und nicht etwa der Bundespräsident.

faz.net/Kommentar zur EZB: Euro ohne Regeln, 27.04.2011

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