Wo sind die Grenzen für das Erträgliche, wie für das Unerträgliche?

Wo sind die Grenzen für das Erträgliche, wie für das Unerträgliche?
Nun ja, in Arabien geht zurzeit Hessel baden, nicht mehr nur in Israel. Mag sein, dass die Gewalt immer zwei Gesichter hat, gemäß Sartre – zwei Optionen. Dennoch wird sie immer als alternativlos gesehen, von beiden Seiten. Eine Revolution ohne Gewalt, was ist das? Das was wir 89 in der „DDR“ hatten? Nun ja, dieser ging alle Gewalt zuvor schon aus. Nicht nur an den Mauern, auch zwischen den „Diensten“. Die sich dann nur noch friedlich zu einigen hatten. Fertig war die sanfte Revolution? Mag sein, dass die „Gewaltlosigkeit“ ein edles Motiv ist, dennoch, solange Klassen und Klassenkämpfe existieren, solange es Kriege zwischen den Nationen gibt, ist die Gewalt so etwas wie der Schmerz bei einer natürlichen Geburt. Etwas, was vielleicht demnächst ausstirbt. Solange es das aber noch gibt, sind die Schmerzen nicht weg zu denken, vielleicht gar nicht mal weg zu wünschen. So hält sich hartnäckig das Gerücht, dass ein gewisses Maß an Schmerzen – für die Gebärende -, bei einer normalen Geburt, dem Baby vermutlich eher nützt als schadet. Wahrscheinlich hat es was mit dem Pressen, aber auch wohl mit dem Schreien zu tun. Dennoch kostet das nicht wenigen Müttern auf dieser Erde immer noch das Leben. Und die lauten Geräusche der Revolution schallen ihrer Zeit manchmal weiter voraus, als die Revolution in die Zukunft reicht. Ich denke da nicht nur an das Geräusch des Fallbeils in der französischen Revolution. So zynisch möchte ich gar nicht sein. Doch wo sind die Grenzen – für das Erträgliche, wie für das Unerträgliche?

faz.net/blogs/formfrei/archive/2011/03/23/empoert-euch-kidz-lalala-lalalallalala

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