„Alternativlos“ ist das Kapital so wenig wie die Atomkraft

„Alternativlos“ ist das Kapital so wenig wie die Atomkraft
Auch hier geht es nicht anders zu, nur in aller Regel etwas unterkühlter. Doch so manche Auftritte platzen auch hier in die distinkte Atmosphäre, wie ein plötzliches Gewitter in die kalte Jahreszeit. Dass sich da was in höheren Sphären zusammengebraut hat, will uns erst immer im Nachhinein bewusst werden. Soll man verbieten, was ein Schröder oder ein Koch gemacht haben? Man könnte das. Nur wird dann die honorige Beziehung eben anders bewerkstelligt. Da gibt es noch gewisse Stiftungen oder Lobbys, welche eigentlich nur verkappte Think Tanks sind, wenn nicht gar getarnte „Dienste“, und wo verdiente Kader der Bourgeoisie ihren Altensitz genießen, neben den „Young Leaders“, die da noch im Gewächshaus schlummern. Grund zur Gelassenheit gibt es wohl nicht, aber zum ernsthaften Nachdenken. Dass die Wirtschaft per se eine besondere Qualifikation zur politischen Herrschaft hätte, in der Tat, das können wir im Moment als widerlegt betrachten. Dafür dürfte das japanische Beispiel wohl hinreichen. Und „alternativlos“ ist das Kapital so wenig wie die Atomkraft.

faz.net/Korruption in Japan: Aufstieg und Fall von „Japan Inc.“, 17.03.2011

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Ein Trackback

  • Von Es kommt auf die Qualität der Repräsentanz an am 18. März 2011 um 23:04 Uhr veröffentlicht

    […] die eigentliche Macht ist, müssen diese Verhältnisse per se als nicht veränderbar, als eben „alternativlos“, erscheinen. Dass es sich letztlich um transzendierte Verhältnisse – Klassenverhältnisse, die […]

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