Gefährliche Seilschaft

Gefährliche Seilschaft
Mal unabhängig davon, was man von Weber halten darf, auch er ist ein Mann der herrschenden Klasse, so liegt doch die Schwäche wie auch Gefährlichkeit einer Politik, die nur Seilschaften duldet, zudem man an diesem Seil nur in eine Richtung ziehen darf, geradezu auf der Hand, ja in der Hand. Am äußersten Ende dieser Seilschaft hängt nämlich das Volk, das da auf diese Weise über den Tisch gezogen wird. Nur was wäre, wenn es diesem Volk in den Sinn käme, eben dieses Ende fest zu packen, es entsprechend zu knoten und dieser famosen Seilschaft einfach um den Hals zu legen? Wenn die deutsch-französische Freundschaft, äh: Seilschaft, derart „alternativlos“ ist, dass man im politischen wie finanzpolitischen Kader nur Leute duldet, die sich da so stromlinienförmig wie widerspruchslos einfügen, dann wäre es vielleicht an der Zeit, die Bundesbank z.B. (wofür gibt es die eigentlich noch, wegen der noch ausstehenden Pensionen vielleicht?) dem Finanzminister direkt zu unterstellen. Steinbrück, sollte er zum Bundesbankchef avancieren, erlebte da gar ein schräges Déjà-vu. Und die EZB, die könnte man, freundschaftlich, wie man mit den Franzosen eben verbunden ist, deren Finanzminister zum Geschenk machen. Nicht nur Kosten hätte man da gespart, auch den einen oder andern Knoten.

faz.net/Bundesbank: Der seltsame Abgang des Axel Weber, 12.02.2011

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3 Trackbacks

  • Von Der unabhängige Weber am 13. Februar 2011 um 20:37 Uhr veröffentlicht

    […] unabhängige Weber Dass die Konservativen den Weber für sich reklamieren, a posteriori, ist so vordergründig wie wohlfeil. Doch vertrat Weber […]

  • Von War das schon immer so? am 16. Februar 2011 um 20:58 Uhr veröffentlicht

    […] das schon immer so? Dass man meinem „Vorschlag“ („Gefährliche Seilschaft“) so schnell Folge leisten wird, hätte ich wahrlich nicht gedacht. Nun ist die Bundesbank endlich […]

  • Von „Alternativlos“ ist das Kapital so wenig wie die Atomkraft am 18. März 2011 um 22:51 Uhr veröffentlicht

    […] wir im Moment als widerlegt betrachten. Dafür dürfte das japanische Beispiel wohl hinreichen. Und „alternativlos“ ist das Kapital so wenig wie die […]

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