Das „notleidende“ Kapital an der Nahrungskette der Armen

Das „notleidende“ Kapital an der Nahrungskette der Armen
Die ganze Inkonsequenz auch eben dieser „kritischen“ Stellungnahem zeigt sich in folgendem Satz: „Eine Umschuldung erfordert nicht, dass das insolvente Land aus dem Euro ausscheidet und sie gefährdet auch nicht die Stabilität des Eurosystems.“ Wie naiv! Aber genau das ist es doch, was uns die Regierungen Sarkozy-Merkel anzudienen suchen. Nur dass deren „Umschuldung“ gleich vom Steuerzahler aufgebracht wird, und eben nicht – auch nicht zum Teil – von Gläubigern. Nur was passiert mit den Gläubigern, die auf ihren Forderungen sitzen bleiben? Die gehen wohl pleite. Und genau das soll ja nicht sein. Im Anschluss werden dann die geschädigten Finanzinstitute über den EG-Haushalt (oder über die nationalen Haushalte) gerettet. Und was haben wir somit erreicht? Nichts! Außer eine Nebelwand vor all dem Getöse aufgefahren. Diese Nebelwand soll erreichen, dass niemand mehr versteht, wie Kapitalismus heute funktioniert. Das „notleidende“ Kapital wird an eine globale Transferleistungsschiene angeschlossen. Es ist quasi eine Art Nahrungskette, mit den Ärmsten der Welt beginnend und dem Weltkapital, mit den USA an der Spitze, endend. Nichts Neues eigentlich, nur meine bescheidene Forderung, dass ein solches Kapital endlich mal seine Existenzberechtigung zu beweisen hätte.

faz.net/Massenpetition deutscher VWL-Professoren: Ökonomen gegen größeren Euro-Rettungsschirm

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