Die Profiteure einer latent chauvinistischen Stimmung

Die Profiteure einer latent chauvinistischen Stimmung
Es gibt noch das Problem der mafiösen Strukturen, die durch das Geschäft mit den Illegalen (das gilt besonders für Berlin!) so mächtig geworden sind. Der Kampf gegen diese Mafia ist allerdings nicht zu gewinnen, wo die illegale Zuwanderung, ähnlich wie beim Drogenhandel, ein fettes Geschäft ist. So fett, wie das Geschäft für das davon profitierende „legale“ Kapital, welches seiner politischen Klasse ein unlösbares Problem mit auf den Weg gibt: einerseits will dieses Kapital leicht verfügbare und billige Arbeitskräfte, möglichst steuer- und sozialversicherungsfrei beschäftigt – nur Illegale arbeiten zu den schäbigsten Bedingungen -, andererseits soll dem Volk erklärt werden, warum es die sozialen Folgekosten – Massenarbeitslosigkeit, Wegfall von Steuereinnahmen – dafür zu tragen hat. Die Abwälzung von solchen Kosten, lässt dann jene Populisten aufkommen, die so tun, als hätten sie dafür das Generalrezept, eines das Kapital und Volk gleichermaßen zufrieden stelle. Wobei sie selbstredend verschweigen, dass sie nur besonders abgekochte politische Wasserträger eines solch zynischen Kapitals sind, das so nebenbei auch noch von einer latent chauvinistischen Stimmung im Volk zu profitieren sucht.

faz.net/Illegalität und Zuwanderung bei „Anne Will“: Welchen Flüchtling hätten Sie denn gern?, 15.11.2010

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