Das bürgerliche Kalkül

Der Klassenkampf wird schärfer. Die FAZ zensiert meine Beiträge immer strenger. Ganz offensichtlich will man keinen revolutionären Kontrabass mehr dulden, in diesem konservativen Konzert. Versuche es ein zweites Mal.

Das bürgerliche Kalkül
Aus der vom bürgerlichen Parlamentarismus in aller Regel eingenommenen Perspektive ist der „asymmetrische Wahlkampf“ nicht inkonsequent, zielt dieser doch immer nur auf die Erlangung einer für die Regierungsmacht ausreichenden Mehrheit. Und 51% von 10% der Wähler sind auch eine Mehrheit. Ein wenig will es mir scheinen, als würden die Konservativen an ihre eigenen Mythen glauben, wenn sie genau dies nun bedauern. Und doch lugt da eine gewisse Parallelität zwischen ihnen und den Revolutionären durch. Denn auch diese sind innerhalb der Linken obsolet. Es stellt sich natürlich die Frage, wem die Politikverdrossenheit am meisten schadet, der Demokratie oder dem revolutionären Sozialismus? Nun, ich denke, dass sie der „Demokratie“ am wenigsten schadet, soweit damit die bürgerliche gemeint ist, denn diese lebt von der Politiklosigkeit der Massen. Betrachtet man die Demokratie aber als Voraussetzung für den Sozialismus, so wie es Marx mal angedacht hatte, dann stellt sich diese Politikverdrossenheit als die große Herausforderung für jede sozialistische Bewegung dar. Und genau dahin zielt das Kalkül der Strategie des asymmetrischen Wahlkampfes, nämlich auf die Zerstörung der sozialistischen Opposition einer Revolutionären Linken.

faz.net/Mittelstandvereinigung der Union: Giftige Kritik an Unions-Führung und Merkel, 04.11.2010

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  • Von Wer nichts zu verbergen hat, ist ein Vollidiot am 12. November 2010 um 21:49 Uhr veröffentlicht

    […] die Theorie praktischer werden, Konsequenzen einfordernder. Verbindlicher! Aber sie darf an ihrer selbstkritischen Tiefe nichts einbüßen, sonst wird aus der Initiative ein opportunistisches Abtasten, ein […]

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