Verflochtenes Geschäft der Medien mit der Politik

Und wie sehr das stimmt, was ich da behaupte, kann man auch daran erkennen, dass dieser Beitrag von mir selbst nach 2. mal posten nicht gesendet wurde. Linke Kritik an der Sozialdemokratie ist offenbar ebenso unerwünscht. wie eine ebensolche an den Medien. Der untere Beitrag (Zins und Zinseszins…) wurde übrigens samt dem FAZ-Artikel, auf den er sich bezieht, ins Nirwana geschickt. Der Link ist somit tot.
Nachtrag: nach nun 2 Tagen entschließt sich die FAZ-Redaktion meiner Beitrag doch noch zu senden. Da mir aber, vermutlich auch wegen der Hektik der FAZ, die sich da wohl auf mich übertrug, einen Übertragungsfehler unterlaufen war, habe ich doch noch eine kleine Korrektur nachgeschickt.
Ich bin gespannt, ob sie diese senden.

Verflochtenes Geschäft der Medien mit der Politik
Auch wenn die deutsche Epoche immer noch eine sozialdemokratische zu sein scheint, zeigt aber doch jene gegenwärtig regierende und eben sozialdemokratisch eingefärbte CDU/CSU/FDP-Koalition, dass das gut und gerne auch ohne Sozialdemokratie geht. Also hangelt man unter den „Genossen“ solange mit den Fingern, bis ausgelotet ist, wo man diese christdemokratisch-liberale Fremdherrschaft über die eigene Partei wieder los werden kann. Um nicht mehr, aber auch nicht um weniger, geht es hierbei. Die Rentner, die zukünftigen genauer, sind dabei nur die Spielsteine auf dem bisher noch weiß gelassenen Brett. Nach den bekannt gewordenen Verlautbarungen, die jetzt dementiert werden, und wie auch noch in der FAZ heute zu lesen war, scheint die SPD ja nicht wirklich von Ihren eigenen Rentenreformen abrücken zu wollen. Ein fauler Kompromiss wird noch gesucht. Aber gleich was auch immer dabei heraus kommen mag, die Planungssicherheit für die Versicherungswirtschaft, die ja die eigentlich Begünstigte dieser Reform ist, dürfte nicht gefährdet sein. Dass die FAZ ihren eigenen Beitrag (inkl. der Leserkommentare) aber wieder rauskickt, nur weil aus den Reihen der SPD Entwarnung gerufen wird, zeigt wie verflochten das Mediengeschäft mit dem der Politik ist.

faz.net/Streit um die Rente:SPD dementiert Einigung über Rente mit 67, 18.08.2010

Zins und Zinseszins für die Versicherungswirtschaft
„Demnach soll es bei der schrittweisen Einführung der Rente mit 67 bis zum Jahr 2029 bleiben. Allerdings solle die Verlängerung der Arbeitszeit frühestens 2015 beginnen…“ Na so was, später beginnen, aber wie beschlossen abschließen, kann doch wohl nur heißen, dass die Kurve einfach nur steiler verläuft, also alle Jahrgänge danach beschleunigt an das anvisierte Datum heran geführt werden! Was für ein ausgefuchster Plan. Der Wahlbetrug wird immer raffinierter. Es würde mich nicht wundern, wenn die ausgesparten 3 Jahrgänge als gewissermaßen wahlentscheidend eingeschätzt wären. Also die Jahrgänge, die zwischen 2012 und 2015 dann normal in Rente gingen, bei einem Rentenalter von 65 Jahren, also die Geburtsjahre 1947 – 1949. Ab Jahrgang 1950 wird dann wie gesagt beschleunigt zugelegt an Lebensarbeitszeitverlängerungen. Ihr Rentner der Zukunft, aufgepasst, wann will euch spalten! Nur dürfen wir uns sicher sein, dass die hierbei verursachten Kosten bei nächster Gelegenheit, sprich: bei Rentenanpassungen, wieder reingeholt werden, über weitere Nullrunden zum Beispiel. Ich könnte darauf schwören, dass die Gesamtsumme, die da die nächsten Jahrzehnte zur Auszahlung anstehen soll, längst hochgerechnet worden ist, die da die nächsten Jahrzehnte zur Auszahlung ansteht, längst hochgerechnet worden ist, inkl. des Zins- und Zinseszins für die Versicherungswirtschaft.

Korrektur
Bei meinem letzten Beitrag ist mir beim Kürzen des Textes ein sinnverwirrender Übertragungsfehler passiert. Der Satz muss vollständig lauten: „Nach den bekannt gewordenen Verlautbarungen, die jetzt dementiert werden, und wie auch noch in der FAZ heute zu lesen war, scheint die SPD ja nicht wirklich von Ihren eigenen Rentenreformen abrücken zu wollen.“
Trotzdem freue ich mich, dass die Redaktion den Text noch gesendet hat, wenn auch erst 2 Tage nach dem ersten Posting. Ich erkenne den, wenn auch aus meiner Perspektive, zweifelhaften Versuch, den sozialdemokratischen Genossen nicht von ganz links ins Handwerk pfuschen zu lassen.

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E2570A543153E47648E6C69B9DDE3C0C8~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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