Der Kern des konservativen Lamentos

Der Kern des konservativen Lamentos
Die konservative Ablehnung der EU erfolgt nur aus einem einzigen Motiv. Deutschland ginge es ohne Europa besser, womit zugleich unterstellt wird, dass dann die „größeren Brosamen“ unter den subalternen deutschen Klassen angemessener verteilt wären. Es ist eine eitle Vorstellung, die da einem Kapital entgegen gebracht wird, das eine angemessene Verzinsung eben nicht mehr zu realisieren wagt, ohne dieses Europa, auch und schon gar als durch den Export außerhalb Europas alleine (und in Konkurrenz zu den anderen europ. Großmächten). Das heißt, der Mehrprofit, der gestern noch über gewissermaßen schwächere Währungen innerhalb Europas realisiert wurde, und eben Länder wie Griechenland in quasi koloniale Verhältnisse hielt (und diese damit auch immer hart am Rande des Bürgerkrieges), wird nun über den direkten Zugriff auf die untersten Löhne dort (die ja auch letztlich die Bedingung für ihre vormals schwachen Währungen waren), abgegriffen. Gewollte Nebenwirkung ist eben auch, die dadurch geschaffene zusätzliche Lohn-Konkurrenz unter den europ. Arbeitern. Sich auf diese Konkurrenz zu kaprizieren und eben nicht auf ein höheres Niveau der Klassensolidarität unter den europäischen Lohnabhängigen, ist der Kern des konservativen Lamentos, denn kleinbürgerlich.

faz.net/Finanzhilfe für Griechenland:Hilfe kostet Deutschland 8 Milliarden Euro, 12.04.2010

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