Wenn die wirklich scharfen Hunde aus dem Zwinger gelassen werden

Dieser Beitrag fiel bei der FAZ natürlich durch die Zensur, auch der 2. Versuch ist ohne Erfolg:
Wenn die wirklich scharfen Hunde aus dem Zwinger gelassen werden
So wie die französische Bourgeoisie ihre Ambivalenz mit gewissen Ausreißern auf der erotischen Bühne angeht – ein Pädophiler als Kulturminister unter einem rechten Präsidenten, kommt mir doch sehr zwanghaft vor, und war es nicht eine französische Ministerin, die da vor nicht all zu langer Zeit über die „schwulen Engländer“ lästerte ? – wollen das die Deutschen wohl nicht halten. Während man dem „berühmten Sohn“ in Frankreich alles durchgehen lässt, was er als Minister wie als Privatperson anstellt, ist man in Deutschland sichtlich um politische Korrektheit bemüht. Das heißt, man spricht nicht drüber. Nur wenn sich der „Lebensgefährte“ doch all zu vordergründig um die Rolle eines sich fürs „Soziale Engagierenden“ bewirbt und damit ungewollt die ansonsten Ehefrau des Politikers einem öffentlichen Spott Preis gibt, lässt man auch hier mal die Hunde von der Leine. Es wäre daher mit Sicherheit mehr als eine sportliche Leistung, wenn ein deutscher Außenminister seine Starallüren solange noch überlebte, bis jene Dame in Frankreich den derzeitigen Präsidenten abgelöst haben wird. Das wahre Spießrutenlaufen für diesen wird das wohl sein, wenn dort die wirklich scharfen Hunde aus dem Zwinger gelassen werden.

faz.net/Frankreich:Die Schlagfertige, 31.03.2010

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