Unbezahlbare Arbeitskraft

Unbezahlbare Arbeitskraft
Im Neusprech des Kapitals sind „Leistungsträger“ die „Offiziere“ des Kapitals. Nach Beendigung der sog. Deutschland-AG werden an die Lohn-Arbeiter und Sachbe-arbeiter nur noch Phrasen ausgeschüttet. Doch der Mensch lebt nicht (mehr) für den Lohn allein, zumal dieser ihm Bedeutung zumisst. Die Unternehmen, die glauben, sie könnten es sich leisten, die Bedeutung ihrer „Mit-arbeiter“ (auch so ein schöner Begriff!) herab zu werten, finden sich selber bald an der untersten Stufe in der Bedeutungshierarchie. In der vernetzten Arbeitswelt sind statische Begriffe wie eben „Leistungsträger“ oder „Leistungselite“ obsolet; jeder Handgriff in einer modernen Arbeitswelt hat faktisch die gleiche Bedeutung, da nicht ersetzbar. Wird ersetzt – durch einen anderen, „gleiche“ Arbeit leistenden aber billigeren Lohnempfänger -, dann wird das Produkt ein anderes. Hierin zeigt sich auch, dass die verloren geglaubte Individualität des Subjekts im Objekt sitzt; und das verweist auf den wahren Grad der Vergesellschaftung. Arbeiter wie Sach-bearbeiter sind keine Handlanger, keine Zu-arbeiter (mehr), sie bedienen kein Fließband – auch kein geistiges -, verleihen sie doch dem „Schräubchen“, an dem sie drehen, ein eigenes „Label“. Der Hauptgrund für bald unbezahlbare Arbeitskraft (vgl. auch: „(K)Ein Plädoyer für den Sozialismus“).

faz.net/Vergütung 2010: Unternehmen wollen Gehälter erhöhen,02.01.2010

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