Kollateralschäden durch das Kapital?

Kollateralschäden durch das Kapital?
Den Klimawandel zu leugnen, wäre schlicht lächerlich. Das Schmelzen des Polareises und der Gletscher in den Gebirgen, und die damit einhergehende Verschiebung von Klimazonen (die Anhäufung von Klimaturbulenzen rund um den Erdball) sind unwiderlegbare Zeugen des Geschehens. Natürlich steht die Frage im Raum, welchen Anteil der Mensch an diesem Geschehen hat. Aber nehmen wir mal an, dieser Anteil wäre trotz der bekannten „Klimaverschmutzung“ durch Menschenhand relativ gering, wäre dann die Verschmutzung weiter hinnehmbar? Reichen die Millionen von Menschen nicht, die allein an der verpesteten Luft (vom Wasser gar nicht zu reden) sterben? Und was ist mit der Verschwendung durch unsere Landwirtschaft, unserer Viehzucht gar? Reden wir nicht von den Methangasen, reden wir von der Verschwendung von Wasser und Energie, zu Lasten von Milliarden Menschen. Reicht das nicht, um es zu beenden? Oder sind das alles zwingend hinnehmbare Kollateralschäden durch das Kapital? Letzteres zu bejahen, wäre ein weitaus größerer Skandal, als alle anderen bisher bekannt gewordenen.

Wenn einem selber nichts mehr nachzuweisen ist
Es ist die politische Rechte (siehe auch: „Eine kapitalistische Aporie“ , die in diesem Diskurs versucht ihre angestammten Privilegien zu verteidigen. Privilegien, die es einer Minderheit auf diesem Planeten erlauben soll, weiter auf Kosten der Mehrheit und solchermaßen verschwenderisch, zu leben. Einer Verschwendung, die auch einher geht mit der Ausbeutung der vor allem fossilen Energiereserven auf dieser Welt, welche immer noch mit einem exorbitanten Ausstoß von CO2 verbunden ist. Diese Verschwendung und die damit verbundene Belastung auch der Natur, ist die eine Sache – und diese ist evident -, die andere ist natürlich, dass nun versucht wird, unter der Fahne des „Klimawandels“ erneut den „Maximalprofit“ zu retten, natürlich dies wieder zu Lasten derselben Verlierer. Die Leugnung dieser von Menschen gemachten Verschwendung an Ressourcen und die Ignoranz gegenüber den sozialen Folgen dieses Handelns sind ein und dasselbe. Sog. „Klimagegner“ wie „Klimabefürworter“ sind daher nicht wirkliche Gegner, sondern lediglich Lobbyisten, die verschiedene Lager auf der Gewinnerseite bedienen, und dementsprechend sind auch ihre Methoden. Wissenschaftlich bewiesen ist dort eine Gegenthese erst dann, wenn einem selber nichts mehr nachzuweisen ist, der Verlierer definitiv am Boden liegt.

Kleines und Großes
@Vollrath: Ihr Beitrag scheint mir interessant. Gibt es seriöse Untersuchungen hierzu, wissenschaftliche, wie populäre? Ich nehme sowieso an, dass es in der Natur, in der Evolution der Natur, kleinste Veränderungen sind, die Großes bewegen, solchermaßen dann aber nicht im Makro- sondern im Mikrokosmos (im Bereich von Wellen und Strahlungen), so dass also auch in diesem Fall nicht der „Stoff CO2“ der Verursacher sein muss (insofern bewiese der Einwand des Lesers Bollmohr, bzgl. der doch nur 32 Mill. Tonnen CO2, die da der Mensch den 800 Mill. Hinzufüge, rein gar nichts, außer dass er womöglich die Wirkmechanismen der Evolution nicht zur Kenntnis nimmt), welcher die beschriebenen Veränderungen im Klima herbei führt, sondern die damit verbundenen, bzw. veränderten und solchermaßen eben kaum wahrnehmbaren Strahlungsenergien.
Danke.

Eine taktische Frage
@Berger: Bevor sich diese „sozialistischen Staaten“ friedlich in den kapitalistischen Markt eingliederten, hörten sie auf sozialistisch zu sein (wären sie auch anders gar nicht einzugliedern gewesen!). Daher betrachte ich den „Wissenschaftspositivismus“, nicht nur als imperialistische, sprich: pragmatische, Philosophie, sondern auch als „Kinderkrankheit des Sozialismus“. Zunächst als unkritische Übernahme des Fortschrittsglaube, welcher sich schon in der „Aufklärung“ zu verklären suchte, dann als Kapitulation angesichts des Übergangs des imperialistischen Pragmatismus zum Faschismus. Und ein nun auch wieder gleich doppeltes Scheitern sehen wir in Sieg und Niederlage des Sozialimperialismus (analog des Faschismus), welcher dem Untergang des Imperialismus nur voraus geht. Auf welche Weise das geschieht, stellt sich nicht zuletzt auch in diesem Ringen um die Folgen der Klimakatastrophe dar, wo sich die Privilegierten gegen die Massen „verschwören“ („Verschwörung“ ist immer dort eine Form der Politik, wo Massenbetrug notwendig ist). So wenig nämlich Sozialimperialismus Sozialismus ist, so wenig ist der Imperialismus Demokratie. Die einzige Frage erscheint als ein taktische: erzeugen wir Massenhysterie oder lassen wir sie die Gefahr ignorieren?

faz.net/Vor dem Gipfel: Klima-Gate.04.12.09

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  • Von Eine kapitalistische Aporie am 4. Dezember 2009 um 21:30 Uhr veröffentlicht

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