Das Schicksal einer ganzen Generation für die Traumgewinne einer Branche

Das Schicksal einer ganzen Generation für die Traumgewinne einer Branche
@Schramm: Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass die hoch spezialisierten Fachkräfte bei Opel – zum Beispiel in der Entwicklung – eben so spezialisiert sind, dass sie woanders nicht einsetzbar sind. Diplome und sogar Promotionen wären für den Müll. Diese Kräfte umzuschulen, wäre absolut unökonomisch, wenn nicht gar unsozial, wo es doch eine ganze Armee lernbegieriger junger Leute gibt, die auf ihre Chance warten. Anders, nicht weniger dramatisch, bei den einfachen Arbeitskräften. Gleich wohin man die schickt oder umschult, sie werden mittelfristig ehe arbeitslos, angesichts der Entwicklung am Arbeitsmarkt in diesem Segment. Diese Dramatik war vorauszusehen, kluge Leute haben daher schon vor 20 oder 30 Jahren den Branchen, die auf die Vergeudung von Umwelt und menschlichen Ressourcen setzen, den Rücken gekehrt. Da unsere Regierungen bis dato versäumt haben, solche Wege frühzeitig zu fördern, haben wir hetzt das große Heulen und Zähne klappern. Spätestens seit der 1. Ölkrise hätte der Welt klar sein dürfen, dass der Paradigmenwechsel auf diesem Gebiet ansteht, aber man riskiert lieber noch einmal das Schicksal einer ganzen Generation als den Profit. Traumgewinne – bis zur Finanzkrise – , selbst bei rückläufigem Umsatz, nur das zählte.

faz.net/GM behält Opel: Opel-Betriebsrat bringt sich in Stellung, 07.11.09

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  • Von Pyrrhussieg am 13. Januar 2010 um 17:29 Uhr veröffentlicht

    […] Der Ölschock 1975 war nicht so nachhaltig, dass er als erste Warnung begriffen worden wäre. 30 Jahre nach dem Ende […]

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