Da möchte man doch fast die Luft anhalten

Da möchte man doch fast die Luft anhalten
Mag sein, dass dieser Artikel einige Wahrheiten enthält, zum Beispiel jene bzgl. des selbsternannten Arbeiterführers, oder bzgl. der Beliebigkeit des Geschwätzes von gestern, bei gewissen Politikern, und natürlich auch die, dass Opel nicht die gleiche Bedeutung hat wie manch systemische Bank, so wird es aber gerade hier schon ein wenig makaber, wie jener Satz: „Zur marktwirtschaftlichen Ordnung gehört ein mögliches Scheitern genauso wie für den Mensch die Luft zum Atmen.“ Da möchte man doch fast die Luft anhalten. Die systemische Bedeutung einer Autofirma von der Größe Opels liegt natürlich woanders. Erstens geht es hier tatsächlich um die wohlgepflegte Sozialpartnerschaft zwischen Wirtschaft und Gewerkschaftsführern – bei Arcandor hört man vielleicht von gewissen Finanzierungstricks, aber nichts über die Finanzierung von Lustreisen für Gewerkschafts- und Betriebsratsbonzen – , und zweitens geht es hier um die Illusion über den Fortbestand einer jenen automobilen Gesellschaft, deren Bedeutung nicht nur für die Ölindustrie gesehen werden darf. Die Freiheit auf den Straßen anstatt die soziale und politische Befreiung der Lohnarbeit. Wenn das keine systemische Bedeutung hat?

faz.net/Opel und GM: Wenn Konzerne mit der Politik spielen,06.11.09

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