(Revolutionäre) Demokratie begegnet Fahnenflucht

(Revolutionäre) Demokratie begegnet Fahnenflucht
Eine derart feige Berichterstattung ist mir noch nicht unter die Augen gekommen. Nun soll Anklage gegen einen Offizier erhoben werden, nicht gegen den Minister, oder das Kabinett, bzw. die Regierung! – nein, gegen einen Befehlsempfänger. Dass dieser Krieg – der ja keiner sein soll – nicht zu gewinnen ist, ist wohl dem Letzten klar geworden, und doch will er geführt werden, für die Demokratie – in Deutschland, wie für den Rest der Welt. Dass diese Demokratie hingehend desto gefährdeter wird, je länger dieser Krieg dauert, wird wohl auch bald dem Einfältigsten klar geworden sein. Es sei denn, man definiert Demokratie um: Nicht Volkes Wille will da durchgesetzt sein, sondern des Volkes Unwille zu einer solchen. Dann aber könnten die revolutionären Erhebungen im Innern den Bewegungen von Fahnenflüchtigen begegnen. Eine Situation also, wie sie der Nelkenrevolution in Portugal einst voraus ging. Dass sich die USA und die Deutschen in diesem Krieg gegenseitig im Wege stehen, ist so neu auch nicht, dass sie sich aber wechselseitig die Schuld für angebliche Fehler zuschieben, das könnte schon der Beginn einer solchen Bewegung sein – zur Fahnenflucht nämlich.

faz.net/Afghanistan: Linkspartei will Debatte im Bundestag, 06.09.09

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