Spiel mir das Lied vom Gold

Spiel mir das Lied vom Gold
Was dieses Beispiel zeigt, ist, dass der Zustand in der Geldwirtschaft der der Vorratshaltung von Nuklearsprengköpfen auf jeden Fall ähnelt. Man denkt darüber nach, es so oder so zu tun, oder besser doch nicht.
Das Problem dabei – das mit den Schulden (und den Gläubigern) – ist aber, dass die „Goldlösung ex ante/ex post“ nicht nur ein Gedankenspiel zu sein scheint, sondern wahrlich eine Möglichkeit, so wie der Ausbruch eines Nuklearkrieges auch. – Daher ist sie auch ein Gedankenspiel, eben als Möglichkeit.
Vorstellbar auch die Situation, dass niemand mehr darüber entscheidet, sondern, dass sich die Kräfte verselbständigen, vorausgesetzt, das irgendjemand an irgend einer Stelle, einen kurz zuvor noch als sicher geltenden Haken gelöst hat. Ein Vorfall eingetreten ist, der eine nicht mehr zu kontrollierende Kettenreaktion ausgelöst hat. Wer will diese Möglichkeit bestreiten? Unser Freund Kalupner prophezeit uns doch ständig einen solch genialen Griff in die Kettenreaktion.
Ja viel mehr: wer glaubt noch an die Souveränität der Politiker (an die des Volkes doch wohl kaum noch jemand)?
Und wenn wir schon mal bei diesem Spiel sind: wer möchte ausschließen, dass ein nicht mehr zu vermeidender Atomkrieg eben auch eine solche Provokation mit sich führt – eine goldige Provokation -, also beide Undenkbarkeiten Realität werden – zusammen.
Nur dann allerdings, kann man sich das Spiel mit dem Gold sparen, es sei denn, man spielt das Lied vom Tod.

faz.net/blogs/chaos/archive/2009/07/24/der-nuklearsprengkopf-in-der-bundeslade-oder-die-goldloesung-ex-ante-des-staatsschuldenproblems

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