Lückenichtse!

Tröstende Erkenntnis
@abf: Sie haben den Vogel getroffen – mit ihrem ersten Beitrag. Philosophisch betrachtet ist der Unterschied zwischen „Substanz“ und „Lücke“ irrelevant. Man stelle sich nur eine genügende Anzahl an Lücken zwischen der „Substanz“ vor und die Lücken wären die eigentliche Substanz. Die dazu passende Analogie zum Kosmos wäre dann das Verhältnis zwischen der bekannten Materie und der besagten „Schwarzen Materie“. Žižek hat Recht: Was ist, sind Lücken. Der Revolutionär allerdings, ist dabei, das zu erkennen, der Konservative hingegen, scheut dies. Somit haben wir es hier bestenfalls mit einem konservativen Revolutionär zu tun (Sie entschuldigen, lieber Don – für das „revolutionär“), einem solchen also, der noch an Substanz glaubt. Für den Revolutionär indes, ist diese Erkenntnis auch nicht leicht, muss er doch anerkennen, dass seine Sache, u.U. auch keine Substanz hat. Hat sie ja oft auch nicht, das bleibt dann als tröstende Erkenntnis von Substanz.

Lückenichtse!
@abf – Ergänzung zu Ihrem 2. Beitrag:
Was den zweiten Beitrag angeht, könnte man eigentlich fragen, inwieweit „Seinnichtse“ nicht ein Widerspruch in sich ist, entweder Sein oder Nichts, aber unter der Prämisse, dass alles was ist, „Lücke“ wäre – nach Žižek -, wäre dieser Begriff gar obsolet. Man stelle sich nun vor: „Lückenichtse“.
P.S. zu meinem obigen Beitrag: „Schwarze Materie“ soll natürlich heißen: „dunkle Materie“. Habe da immer „schwarze Löcher“ im Kopf, wie gesagt: alles Lücke.

az.net/blogs/stuetzen/archive/2009/07/01/herr-burda-ist-ein-kunstsinniger-mann

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