Einfach, also möglich

Einfach, also möglich
Der Vorwurf der Selbstgerechtigkeit wird leicht, sehr leicht, ja leichtfertig gemacht, von denen, denen der Mangel an Gerechtigkeitssinn nur noch diese Ausflucht lässt. Was das Shahregime wirklich bedeutete, wie es am Leben gehalten wurde, welche Opfer im Iran die Menschen dafür bringen mussten, das ahnten die damaligen Studenten mehr als sie es wussten. Heute wissen wir mehr. Tim Weiners „CIA“ lässt da eigentlich nichts mehr offen. Umso schlimmer – gerade auch aus dieser Retrospektive – die damalige Provokation eines solchen Besuches in Deutschland. In der Tat, es bedurfte keines Kurras Mord an Benno Ohnesorg, um die Flamme zu entzünden, aber dieser Mord wirkte als Initialzündung, vielleicht vor dem eigentlichen Zündzeitpunkt. Dadurch wurde die Linke selber Objekt der Provokation, zu schnell ins politische Abseits gedrängt, nicht ausreifen durftend mehr Zielscheibe als Zielender auf das, was dann folgte. Kurras ein SED-Provokateur! – vielleicht, und die RAF ein „BND-Phantom“ (Gerhard Wisniewski)? Wer mag das noch ausschließen. Ja selbst die Verknüpfung beider Provokationsstränge ist denkbar. Denkbar auch, weil es so einfach, also möglich war.
faz.net/Der Fall Kurras und die Folgen: Der Hysterikerstreit, 11.06.09

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Ein Trackback

  • Von Eine Frage der Strategie nicht der besseren Moral am 2. Dezember 2009 um 14:27 Uhr veröffentlicht

    […] Absicht!) verantwortlich ist, aber technisch besehen, war sie für sie um einige Nummern zu groß. Gerhard Wisniewski hat ziemlich detailliert beschrieben, warum er das auch nicht für sehr wahrscheinlich hält. Nur […]

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