Wenig galanter Demagoge

Wenig galanter Demagoge
Wenn Sozialdemokraten klassenkämpferisch werden, sind sie wahre Demagogen. Von Müntefering stammt ja auch der Heuschreckenmetapher, den er los ließ, während Schröder, sein Parteifreund, alles unternahm um diesen „Heuschrecken“ die Ernte vorzubereiten. Und auch für Müntefering gilt, etwas abgewandelt, das was er von Lafontaine behauptet: reden konnte er schon immer, aber eben nicht gut, wäre hinzu zu fügen. Parolen sind noch lange keine Reden. Lafontaine hat wenigstens in den Klassikern des Sozialismus geschmökert und schmückt seine Reden damit, Müntefering garniert seinen Keynesianismus mit ein paar nationalistischen Versatzstücken hier und sozialen Phrasen dort. Im Kern sagt er nichts, was den Deutschen, resp. der deutschen Arbeiterklasse den Weg weisen würde – zu diesem „Klassenkampf“. Er baut ihn zu, mit semantischen Events und befriedet damit die Wut und Verzweiflung. Sollten die Arbeiter ihn aber beim Wort nehmen und zur Tat schreiten – den Kapitalismus in die Mülltonne also werfen, Marx war da übrigens etwas galanter, als er von dies und jenem sprach, was wohl „auf den Müllhaufen der Geschichte“ lande, was im Übrigen keine Empfehlung, sondern ein Feststellung war -, werden wir sehen, wie schnell Müntefering sich mit diesem Kapital verbündet.

Ottonormalverbraucher?
@Schulz u.a.: Wer ist denn n i c h t „Ottonormalverbraucher“? – und der möchte doch bitte einmal „hier“ schreien!
Ein „Ottonormalverbraucher“ – vermutlich!

http://www.faz.net/SPD-Chef Franz Müntefering:Dieser Kapitalismus gehört in die Mülltonne, 03.05.09

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