Nicht genug „Master of“

Nicht genug „Master of“
Mehr Sozialarbeiter muss ja nicht unbedingt ein positives Indiz sein. Denn die Krise lässt natürlich das Sozialressort anschwellen! Allerdings nicht sofort und unmittelbar, sondern wie gewohnt zeitverzögert. Also könnte dieser Zuwachs auf das schon lange fällige Schließen gewisser alter Lücken im System hinweisen – auch eine Art sich auf die Krise vorzubereiten. Warten wir ab, was passiert, wenn uns die Krise wirklich eingeholt hat, noch schauen wir dem Szenarium ja gelassen entgegen. Dann werden auch die Kommunen „Massen entlassen“. Denn dann fehlen die Steuergelder. Was die Verkäufer angeht, da sieht es so aus, dass die Leute noch mal richtig einkaufen, nicht als Ergebnis gewisser Steuergeschenke (die greifen ja noch gar nicht) oder gar als Reflex massiver ideologischer Vorgaben (verinnerlichter Keynesianismus), nein ob des Lebensgefühls, das man angesichts der Krise erhalten möchte – um jeden Preis und so lange es geht. Also auch nicht direkt positiv zu bewerten. Bleiben die Ingenieure und sonstiges technisches Personal: Könnte es sein, dass die Rekrutierung eines solchen auf dem internationalen Arbeitsmarkt nicht so richtig funktionierte und die Fachhochschulen nicht genug „Master of“ liefern? – wegen der Bildungskrise gar.
faz.net/Arbeitsmarkt: Mehr als 300.000 offene Stellen in der Rezession, 14.05.09

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