„Es sorgt auch für die soziale Synchronisation unserer Gesellschaft“

„Es sorgt auch für die soziale Synchronisation unserer Gesellschaft“
Ein allein schon verdächtiger Satz, der deutlich macht, welchen Wert hier die „Wahrheit“, nichts als die reine Wahrheit, hätte. Der „soziale Kitt“ ist wichtiger als das Schwarze auf dem Papier. Geschulte Leser wissen das und daher lesen sie längst zwischen den Zeilen. Tun sie das, dann schaffen sie Neues, eine eigene Informationswelt, eine solche, wie auch u. U. die Welt der Blogger, der „Leserjournalisten“, darstellt. Hierbei ist es nicht mal wichtig, ob eine Information echt oder „getürkt“ (aus der virtuellen Welt geschöpft) ist. Allein die Haltung zählt, die Perspektive. Auch eine Art von sozialem Kitt, das sich hier darstellt. Nicht für die ganze Gesellschaft, aber für die interessierte. Nun viel interessanter ist mir doch die Problematik der nicht gebrachten Informationen, der unterdrückten, wie es so schön heißt – in Schwarzbüchern, die jährlich dicker werden. Informationen, die Gold wert gewesen sind, offenbar, aber nur weil sie eben nur eine Minderheit versorgten, eine sehr interessierte. Es geht hier nicht alleine und nicht mal hauptsächlich um die politisch brisanten Themen, sondern um die, die wirtschaftliche Vormacht begründen, aber nur, weil sie eine Zeit lang den Massen vorenthalten wurden. Darüber sollten wir diskutieren.
faz.net/Qualitätsjournalismus: In der Grotte der Erinnerung, 12. Mai 2009

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Das Feuilleton und das Patriarchat veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.