Wie wichtig eben das Bewusstsein eines Lohnarbeiters wäre

Warum überrascht es mich nicht, dass die FAZ diesen Beitrag nicht senden will. Doch beweist gerade dieser Zensurversuch, wie sehr man angesichts der schon selbst erkannten „Legitimationskrise des Kapitals“ das marxistisch konnotierte Klassenbewusstsein des „Lohnarbeiters“ zu fürchten hat.
Poste ihn dennoch das 2. Mal.
Nachtrag: Der 2. Versuch fruchtete.

Wie wichtig eben das Bewusstsein eines Lohnarbeiters wäre
Das Junckerzitat macht den abstrakten Begriff von der „Diktatur des (Finanz-)Kapitals“ so praktisch wie konkret fühlbar. Und mag sein, dass der Facharbeiter sich wie ein Mittelständler fühlt, ob seines kleinbürgerlichen Habitus innerhalb des Milliardenheeres eines anonym-globalen Prekariats, doch wo ein sog. Mittelstand ebenfalls prekarisiert, im festen Griff einer transnational agierenden Aristokratie, dort verliert der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit nur seine Exklusivität. Wie im Manifest der Kommunistischen Partei von Marx und Engels nunmehr vor bereits mehr als 150 Jahren vorausgesagt, kann sich nämlich die Arbeit nicht befreien – von der Kapitalsdiktatur – ohne die ganze Menschheit zu befreien. Dass diese Menschheit aber erst unter das Niveau eines frühkapitalistischen Proletariats sinken muss, um sich die Notwendigkeit einer solchen Befreiung zu vergewärtigen, das macht nur deutlich, wie wichtig eben das Bewusstsein eines Lohnarbeiters wäre.

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In Krise des Kapitals veröffentlicht | 4 Antworten