Nachkriegsregime

Dass dieser Beitrag von der FAZ nicht gesendet wurde, spricht Bände. Zeigt das doch, wie sehr die Bourgeoisie eine eigenständige Politik der Ausgebeuteten und Unterdrückten zu fürchten hat. Dass „das Volk zu den Waffen rufen“ hier dennoch als Metapher zu verstehen ist, will und kann sie mir daher nicht abnehmen.
Nachtrag: Nach dem 3. Versuch wurde es endlich gesendet.

Nachkriegsregime
Griechenland wird so allmählich einem „Nachkriegsregime“ überantwortet – dem Regime der Gewinner. Einem Versailler Regime im Verhältnis zu Deutschland nach dem 1. Weltkrieg darin nicht ganz unähnlich. Schulden an fremde Staaten sind Kriegsschulden! Dennoch gibt es einen Unterschied. Griechenland muss das nicht hinnehmen. Es kann die Gewinner des Landes verweisen und das Land in eigener Regie führen. Das verschweigt Venizolas. Denn für ihn gibt es offenbar keine Alternative zu dem Regime der Gewinner – dem Euroregime. Würde er das offen aussprechen, müsste er dem Volk gegenüber seinen Bankrott erklären, den Bankrott der herrschenden Klasse, und/oder: das Volk zu „den Waffen“ rufen. Zu beidem ist das herrschende Regime offenbar nicht befugt, ob den Interessen der herrschenden Klasse weiter sich am Euro zu bereichern, will heißen: die nationalen Interessen Griechenlands diesen zu opfern.

faz.net/aktuell/forderung-nach-sparkommissar-athen-verlangt-respekt-vor-seiner-wuerde-30-01-2012

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Ein Trackback

  • Von Phantasielose bürgerliche Klasse am 7. Februar 2012 um 20:10 Uhr veröffentlicht

    […] 100 % annulliert würden, bliebe der Euro, dennoch Griechenland nie auf die Beine käme. Und wo der bürgerlichen Klasse dafür die Einsicht fehlt, befeuert sie die sozialistische […]

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